6. Mai
Erschütternd, wütend machend – und ein Ende, das mehr Raum verdient hätte.
Rating:4

Erschütternd, wütend machend – und ein Ende, das mehr Raum verdient hätte.

Schockierend. Beängstigend. Und erschreckend nah. Ich will nicht den Teufel an die Wand malen – aber manchmal glaube ich, wir entwickeln uns zurück. Und Bücher wie dieses fühlen sich weniger wie Dystopie an, als wie eine Warnung. Vielleicht werden wir nicht auf 100 Wörter am Tag reduziert. Aber unsere Stimme verlieren? Das fühlt sich nicht so weit weg an. Eine direkte Schwester von Report der Magd – nur noch greifbarer. Was mich am meisten getroffen hat: Jean ist gebildet, selbstbewusst, hat Kinder großgezogen und einen Mann der sie gewählt hat. Und trotzdem wird sie diskriminiert – von ihren eigenen Söhnen, von ihrem eigenen Mann. Als er sagt, es wäre besser gewesen als sie nicht geredet hat, verschlägt es mir den Atem. Noch heute. Und ihr Sohn. Wie schnell er sich radikalisiert. Ich war baff, geschockt – und habe ihre Machtlosigkeit körperlich gespürt. Das Buch fesselt bis zur letzten Seite – und dann kommt das Ende. Zu schnell, zu abrupt. Mehr sage ich nicht, um nicht zu spoilern. Aber wer das Buch kennt, weiß was ich meine

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
4. Mai
Rating:4

Christina Dalchers Vox entwirft ein Szenario, das sich im ersten Moment absurd anhört. Im Zentrum steht Jean, eine Sprachwissenschaftlerin, die in einem Amerika lebt, in dem Frauen auf hundert gesprochene Wörter pro Tag begrenzt werden. Wer mehr spricht erhält über ein Armband Stromschläge. Was zunächst wie ein politischer Ausrutscher wirkt, entpuppt sich schnell als tiefgreifender Systemwechsel: Frauen verlieren ihre Jobs, ihre Bildung, ihre Selbstbestimmung. Jeans Tochter Sonia wächst bereits in einer Welt auf, in der Lesen und Schreiben für Mädchen keine Rolle mehr spielen. Die Geschichte setzt genau an diesem Punkt an, entwickelt aber ihre eigentliche Wucht durch die Art, wie sie erzählt wird. In immer wieder eingestreuten Rückblenden erfährt man nach und nach, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Das hält die Spannung konstant hoch, weil man eben nicht von Anfang an das gesamte Bild kennt, sondern sich dieses Stück für Stück zusammensetzt. Parallel dazu verfolgt man Jeans Gegenwart, in der sie – mehr oder weniger gezwungen – wieder in ihre alte wissenschaftliche Arbeit eingebunden wird. Was dabei besonders gut funktioniert: Das Szenario wirkt erschreckend realistisch. Die Entwicklungen kommen nicht mit einem großen Knall, sondern schleichend, durch viele kleine Veränderungen, Manipulationen und politische Entscheidungen, die für sich genommen fast harmlos erscheinen. Gerade die Indoktrination der Jugend ist dabei sehr überzeugend dargestellt. Das Buch zeigt klar, wie gefährlich politische Passivität sein kann, ohne dabei belehrend zu wirken oder mit erhobenem Zeigefinger daherzukommen. Inhaltlich entwickelt Vox einen enormen Sog. Es ist eines dieser Bücher – beziehungsweise Hörbücher –, bei denen man ständig weiterhören will, weil man wissen muss, wie es weitergeht. Für mich war das lange Zeit kein Hörbuch mehr, das ich so schnell durchgezogen habe. Auch die Umsetzung als Hörbuch mit Andrea Sawatzki trägt viel dazu bei: Sie liest sehr eindringlich und transportiert die beklemmende Stimmung überzeugend. Allerdings hat das Buch auch Schwächen. Ein Punkt, der für mich nicht wirklich funktioniert hat, ist die zusätzliche Einführung eines zweiten Mannes als relevante Figur in Jeans Leben. Der damit verbundene romantische Aspekt wirkte auf mich unnötig und hat thematisch eher gestört. Gerade in einem so klar feministisch geprägten Setting hätte ich mir hier eine andere Lösung gewünscht – der „Lovestory“-Anteil hat dem Buch für mich nichts hinzugefügt, eher im Gegenteil. Auch Jean selbst bleibt als Protagonistin etwas hinter ihren Möglichkeiten zurück. Da die Geschichte aus ihrer Perspektive erzählt wird, hätte man hier mehr Tiefe erwarten können. Stattdessen wirkt sie stellenweise passiv, vieles fällt ihr in den Schoß, oft hat sie einfach Glück. Ein klarer, aktiver Wille, das System wirklich zu verändern, kommt für mich nicht stark genug heraus. Der Plan der Antagonisten ist zudem einerseits recht offensichtlich und andererseits nicht besonders durchdacht. Das könnte man kritisch sehen, wirkt aber fast schon wieder realistisch, wenn man sich aktuelle politische Entwicklungen anschaut – Machtstrukturen funktionieren nicht zwingend logisch oder klug. Das Ende schließlich geht mir etwas zu schnell und hat eine fast schon hollywoodartige Dramaturgie. Hier hätte dem Buch etwas mehr Ruhe und Konsequenz gutgetan, statt noch einmal alles sehr zugespitzt aufzulösen. Trotz dieser Schwächen bleibt Vox ein sehr wirkungsvolles Buch. Es ist spannend, beklemmend und regt zum Nachdenken an, ohne platt zu sein. Vor allem zeigt es eindrücklich, wie fragil gesellschaftliche Errungenschaften sein können – und dass es oft nicht den einen großen Umbruch braucht, sondern viele kleine Schritte in die falsche Richtung. Dass der Roman bereits 2018 erschienen ist und sich heute immer noch so aktuell anfühlt, macht ihn nur umso eindringlicher. Insgesamt für mich starke 4 von 5 Sternen.

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
9. Apr.
Rating:5

Dystopie beängstigend nah an der Realität

Innovatives dystopisches Setting, sehr spannend erzählt. Es gab keine langatmigen Passagen, es war durchgehend fesselnd und zog mich in seinen Bann. Interessante Charaktere, guten Wendungen und über Neurologie durfte man auch etwas lernen.

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
8. März
Rating:5

Ein feministischer Roman, der erschreckend nah an der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung in den USA wirkt, obwohl es sich um eine Dystopie aus dem Jahr 2018 handelt. Gerade diese Nähe zur Realität macht das Buch so beklemmend und gleichzeitig unglaublich fesselnd. Die Geschichte zeigt eindringlich, wie schnell Rechte eingeschränkt und Stimmen zum Schweigen gebracht werden können. Beim Lesen entsteht immer wieder das Gefühl, dass dieses Szenario gar nicht so weit entfernt ist. Ein sehr eindrucksvolles und nachdenklich stimmendes Buch.

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
28. Feb.
Rating:4

Unfassbar starke Message, eine deutliche Warnung an die Menschheit, die zur Zeit mehr denn je gebraucht wird. Sehr spannend geschrieben, bis kurz vor Ende bleibt alles offen und man fiebert mit. Sehr tiefe Charaktere, mit denen man ausnahmslos mitfühlen kann. Einziger Minuspunkt - Teilweise kompliziert und schwierig zu verstehen, viele wissenschaftliche Fachbegriffe und das Ende ging mir etwas zu schnell - ich konnte kaum nachvollziehen was auf diesen letzten 50 Seiten plötzlich alles geschah.

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
5. Feb.
Rating:3

Sehr schöne Sichtweise und Geschichte. Öffnet die Augen. Das Ende ist nur sehr kurz und gibt keinen ausführlichen Ausblick auf die Veränderungen im Land/ der Familie. Bis zum Ende ein gutes Buch.

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
28. Jan.
Beängstigend. Verstörend. Unglaublich. 

Eine Dystopie in der Frauen zum Schweigen gebracht werden, damit Männer ihren alten Platz einnehmen können.
Rating:4.5

Beängstigend. Verstörend. Unglaublich. Eine Dystopie in der Frauen zum Schweigen gebracht werden, damit Männer ihren alten Platz einnehmen können.

Dieses Buch ist ungemein aufwühlend. Es handelt sich um eine Thriller, der sehr spannend geschrieben wurde, so dass ma ihn kaum weglegen kann. In dieser ungeheuerlichen und zum Glück nicht realen Story, wird ein Amerika konstruiert, in dem Stück für Stück die Frauen ihrer Rechte beraubt werden. Allen voran das Recht auf Sprache. Limitiert auf 100 Wörter am Tag, bricht das demokratische System vollends zusammen. Ich bin sicher keine Feministin. Ich wurde nicht geschlechtsspezifisch erzogen, auch wenn ich beruflich sehr oft mit Vorurteilen konfrontiert wurde. Als Leserin ist es mir dennoch unmöglich bei diesem Buch nicht in Rage zu geraten. Ich bin wütend, sauer, empört, verängstigt und während des Lesens auch verzweifelt. Ich hoffe, dieses Buch wird nie Realität. Ich hoffe, ganz viele lesen es. Und ich hoffe, alle sehen kritisch die Entwicklungen auf unserer Welt, die bereits dabei ist, Bücher zu verbannen, Freiheit einzuschränken und die Geisteskranken an ihre Spitze zu setzen, allen voran die USA.

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
25. Jan.
Rating:3.5

Sehr starker Anfang, man kann nur hoffen, dass das niemand als Inspiration nimmt. Sobald der Teil kommt, an dem Pläne geschmiedet und umgesetzt werden, wurde es zunehmend verwirrender, auch in den Formulierungen. Mir war oft einfach nicht klar, was genau gerade passiert.

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
20. Jan.
Erschreckend realistisch
Rating:4

Erschreckend realistisch

Vox entwirft eine erschreckende Zukunftsvision, die angesichts der aktuellen Weltlage unheimlich real wirkt. Frauen haben sämtliche Rechte verloren – sogar das Recht auf das eigene Wort, begrenzt auf maximal 100 Wörter am Tag. Was macht das mit unserem gesellschaftlichen Miteinander? Dass der Roman zur ersten Amtszeit Trumps erschien und ihn nun während seiner zweiten zu lesen, lässt die Geschichte noch intensiver unter die Haut gehen. Der sprachbewusste Schreibstil verrät die linguistische Expertise von Autorin und Protagonistin zugleich. Anfangs erschwerten seltene Worte und Satzbauten meinen Lesefluss, doch die packende Handlung und kurzen Kapitel rissen mich schnell mit. Eine rundum gelungene Geschichte – hoffentlich reine Fiktion.

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
11. Jan.
Rating:4

Ein Must Read!

Ein Buch, das wütend macht mit Gedankenspielen über eine politische Welt, die keiner für möglich gehalten hatte und dann doch plötzlich da war. Parallelen zum heutigen Geschehen sind gruseligerweise nicht von der Hand zu weisen. Wirklich ein tolles Buch, das hoffentlich aufrüttelt - jung wie alt! Das Ende hätte für meinen Geschmack etwas detaillierter und ausgefeilter sein können. Das ist ein wenig schade - mindert aber nicht den Wert der wirklich guten Geschichte!

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
4. Jan.
Rating:4

In einem dystopischen Amerika, in dem es Frauen per Gesetz verboten ist, mehr als 100 Wörter am Tag zu sprechen, kämpft die Neurolinguistin Dr. Jean McClellan gegen die Regierung. „Vox“, der Debütroman von Christina Dalcher, kommt mit einem ungeheuerlichen Grundkonzept daher, das aufhorchen lässt. Doch der Einstieg in das Buch fiel mir aus zwei Gründen schwer. Zum einen lag das am Schreibstil des Buches. Jean, aus deren Perspektive erzählt wird, macht nämlich sehr oft Zeit- und Gedankensprünge zu der Zeit, als es noch keine Wortzähler gab, die jedes gesprochene Wort einer Frau registrieren. Und ja, es ist vom Konzept her logisch, da man so Zusammenhänge erfährt und man wenigstens noch seine Gedanken und Erinnerungen hat, wenn man schon kaum sprechen darf. Dennoch war es für mich teilweise schwierig, zu verstehen, wo die Handlung gerade ist. Zum anderen dachte ich, die bloße Prämisse des Romans wird ihn nicht tragen. Anders ausgedrückt: Frauen dürfen kaum sprechen – was machen wir damit? Klar gibt es welche, die das nicht groß stört und sogar welche, die sich offen darüber freuen, logischerweise eher der männliche Teil. Aber auch die betroffenen Frauen gehen teilweise ganz in ihrer Rolle der stummen und fügsamen Hausfrau, Mutter, Kindgebärerin, wie auch immer man es nennen mag, auf, was fast noch erschreckender ist, als die erwartbaren Kommentare misogyner Männer. Die verschiedenen Positionen sind dennoch schnell erzählt, zumindest schneller als in den knapp 400 Seiten, die der Roman umfasst. Umso positiv überraschter war ich, dass sich das Buch in seiner zweiten Hälfte zu einem wirklich packenden und spannenden Thriller mit Politik- und Wissenschaftselementen entwickelt und noch dramatischer und brutaler wird, als es ohnehin schon war. „Vox“ ist ein Buch wie der sprichwörtliche Verkehrsunfall, bei dem man eigentlich nicht hinsehen will und gar nicht so genau wissen möchte, was passiert ist, der aber dennoch eine grausame Faszination ausübt. Die Autorin Christina Dalcher schreibt in ihrem Nachwort, dass sie hofft, das der Roman zum Nachdenken angeregt und wütend gemacht hat. Beides ist ihr meiner Meinung nach mit diesem nicht einfachen, aber lesenswerten Werk gelungen.

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
30. Dez.
Rating:4

Das Ende kam etwas abrupt und einige Probleme der Protagonisten haben sich ganz von selbst gelöst. Das Buch hätte gerne länger sein dürfen und gewisse Teile der Geschichte ausgebaut. Spezielle Probleme haben sich für meinen Geschmack viel zu leicht aufgelöst.

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
26. Dez.

Ein erschreckendes Szenario, vielleicht gar nicht so abwegig, wenn man bedenkt, in welche politische Richtung sich die USA bzw. generell die ganze Welt entwickelt.. Abgesehen davon ist die Geschichte ab der Hälfte ein wahrer Page Turner. Manchmal gibt es Zeitsprünge innerhalb eines Absatzes, bei denen ich nicht auf Anhieb mitgekommen bin aber man gewöhnt sich dran.

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
20. Dez.
Verstörend diese Utopie. Macht mich als Frau sehr wütend.
Rating:4.5

Verstörend diese Utopie. Macht mich als Frau sehr wütend.

Das Buch hat einen krassen Lesesog. Ich war sofort drin und wollte es nimmer aus der Hand legen. Wütend bin ich durch die Seiten geflogen, was wäre wenn es genau so wäre.... 🙈 Sehr fließender Schreibstil. Klare Leseempfehlung ❤️‍🔥

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
13. Dez.
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Rating:3.5

"Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen." bestimmte Bevölkerungsschichten mundtod zu machen, hat erstaunlich viel Parallelen zur aktuellen Trump Administration und wirkt damit ein Stück weit gar nicht so weit hergeholt. Die Geschichte ist zu Beginn nahbar und bedrückend und man möchte als Leser mehr erfahren, wie es soweit kam aber auch wie weit hier gegangen wird. Sehr gut herausgestellt ist Jeans Spannungsverhältnis in der Familie. Mit ihrem Mann, der nicht aufbegehrt. Die Sorge um die Zukunft der Tochter, die von klein auf in Schule und ihren eigenen erzieherischen Einfluss klein gehalten wird. Zu ihrem ältesten Sohn, der mit den Reinen zu sympathisieren scheint. Doch leider kann das Buch den Spannungsbogen nicht konsequent halten. In der zweiten Hälfte flacht die Geschichte deutlich ab und das Ende ist wenig überzeugend oder gelungen. Dennoch, ein gutes Beispiel dafür, wie schnell konservative totalitäre Strömungen ihren Einfluss ausbauen können und dann unmenschliche Systemumwälzungen herbeiführen können. Allein dafür gibt es eine Leseempfehlung. Inhaltlich gebe ich dennoch 3,5 von 5 Sternen.

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
11. Dez.
Rating:4

Was für ein gutes Buch 🤯

Die Geschichte hat mich zeitweise so wütend gemacht, dass ich meinen Tolino am liebsten gegen die Wand geworfen hätte 😣 Der Schreibstil ist fesselnd & flüssig, die Kapitel kurz. So kommt man gut durchs Buch. Jean ist so eine starke Protagonistin, ich hab das ganze Buch über mit ihr mitgefiebert & gehofft dass sie es schafft dem ganzen „Schwachsinn“ ein Ende zu setzen. Mit DIESEM Ende hab ich allerdings nicht gerechnet. Klare Leseempfehlung! ✨

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
25. Nov.
Rating:4

Die Grundidee hat mich sehr an den Report der Magd erinnert. Frauen werden ruhig gestellt und haben keine Macht mehr. Die Umsetzung ist aber ganz anders und gerade das was nachher im Labor stattfindet, ist dann leider nicht mehr ganz unrealistisch. Ein erschreckendes Buch, stellenweise zieht sich die Geschichte aber.

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
31. Okt.
Rating:5

Schreckliche Welt, aber wirklich dystopisch?

Was für ein Buch! Ich hatte gestern sooo viel Wut in Bauch, dass ich vielen davon teilweise sogar mündlich erzählen musste, damit ich diese Wut loswerden konnte. Jeder einzelne meinte, also wie Iran oder wie Afghanistan. Wobei ich gar wirkich finde, dass aich Europa sich tw in diese Richtung bewegt. Meine einzige politische Meinung: Die extremrechten Partein propagieren nonstopFrauen gehören zurück zum Haushalt, Herd und Kind und diese werden auch immer stärker. Die Wahlbeteiligung ist wirklich armselig und da muss ich schon sagen: liebe Frauen: solange haben wir noch gar nicht das Recht unsere Stimme abzugeben, warum gehen trotzdem so wenige hin? Nun zum Buch: ich liebte es, es hat mich wirklich wütend gemacht, diese Welt, die Familie, die mangelnde Unterstützung, das mangelnde Inteeesse. Ja es ist ein Roman, der übrigens von mor auch 6 Sterne bekommen würde. Aber dieser Roman spiegelt die gesellschaftlich irgendwie ganz krass wider. Die parallelen zu einem orangen Präsidenten sind da und ich wette, dass Buch ist in den USA wie unter anderem der Report der Magd oder 1984 aif der Liste der verbrannten Bücher. Boah Leute, wenn ich nur an den ältesten Sohn denke.. echt... mir kommt das kotzen. Ich könnte soviel hier schreiben, aber ich will echt nicht spoilern.. es regt zum aufregen, diskutieren und hoffentlich vor allem zum nachdenken an.

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
26. Okt.
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Rating:4

Das Lesen dieses Buches hat mich so richtig wütend gemacht. Aber im positiven Sinne: Die Autorin hat es geschafft, ihr dystopisches female rage Setting überzeugend in eine spannende Handlung zu verpacken. Dass Frauen nur 100 Worte am Tag sprechen dürfen, erscheint ganz am Anfang überzogen und realitätsfern - doch mit jeder Seite wird die Geschichte auch für uns zu einem potenziellen Zukunftsszenario. Dystopie und reale Elemente werden geschickt miteinander verwoben. Erschreckende Ähnlichkeit ist dadurch auch bei Themen wie der Zerbrechlichkeit unserer Demokratie erkennbar, wenn man z.B. einen Blick auf die aktuelle Lage in den USA wirft. Spannend fand ich auch die Thematisierung von linguistischer Wissenschaft und damit verknüpft, die Auswirkung von Sprache auf unser Denken und Handeln. Etwas gewöhnungsbedürftig war für mich die Erzählstruktur: Gegenwart und Erinnerung sind auf Textebene eng miteinander verwoben und nicht klar voneinander getrennt. Qualitativ unterscheidet sich der Hauptteil des Buches leider stark von seinem Ende und hier ist auch der Punkt, der das Buch für mich nicht zu einem Highlight macht. Das Ende wirkt in meinen Augen im Vergleich unausgereift, gehetzt und stark konstruiert. Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, etwas Entscheidendes nicht mitbekommen zu haben und ich habe Textpassagen erneut lesen müssen. Das ist schade, denn ansonsten kann ich VOX absolut empfehlen.

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
24. Okt.
Rating:5

„Seid Lehrerinnen des Guten;unterweist die jungen Frauen, ihre Männer zu lieben, ihre Kinder zu lieben, besonnen, keusch, mit häuslicher Arbeit beschäftigt, gütig zu sein, den eigenen Männern sich unterzuordnen.“

Die oben genannte „Handlungsanweisung“ für Frauen beschreibt sehr gut wie sich die Regierung dieser dystopischen Geschichte eine Gesellschaft vorstellt. Dazu greifen die Machthabenden zu furchtbaren Mitteln. Das Buch ist bedrückend, fesselnd (im wahrsten Sinne des Wortes) und macht sehr nachdenklich! Tolles Werk! Sehr empfehlenswert! Das wird wohl eins meiner Lieblingsbücher dieses Jahr!

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
17. Okt.
Rating:4

Bewegend

Eine bewegende Dystopie mit klarer feministischer Botschaft. Ich finde die Idee von dem Buch sehr gelungen, auch das Ende ist interessant. Allein der wissenschaftliche Part hat mir nicht zugesagt.

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
4. Okt.
Rating:3.5

Vox von Christina Dalcher hat mich mit seiner beklemmenden Vorstellung einer Welt, in der Frauen zum Schweigen gezwungen werden, sehr nachdenklich gemacht. Obwohl der Einstieg etwas schwerfiel, fand ich die Geschichte zunehmend spannend und eindrucksvoll, weil sie zeigt, wie wichtig Gleichberechtigung und freie Meinungsäußerung sind

Der Roman Vox von Christina Dalcher entwirft eine erschreckende Dystopie: Frauen dürfen nur noch 100 Wörter am Tag sprechen – überschreiten sie diese Zahl, werden sie bestraft. Diese beklemmende Vorstellung bildet die Grundlage für eine Geschichte über Macht, Unterdrückung und den Kampf um Selbstbestimmung. Der Einstieg in das Buch fiel mir zunächst schwer, obwohl ich bereits viele Dystopien gelesen habe. Das lag vor allem an der etwas verschachtelten Schreibweise der Autorin, die den Zugang zur Geschichte am Anfang erschwert. Im weiteren Verlauf wird der Stil jedoch klarer, und man kann sich besser in die Hauptfigur Jean hineinversetzen. Jean ist Wissenschaftlerin und wird von der Regierung beauftragt, einen wichtigen Politiker zu heilen. Dadurch erhält sie die seltene Erlaubnis, mehr als 100 Wörter am Tag zu sprechen. Besonders interessant fand ich die vielen kleinen Wahrheiten, die in der Geschichte stecken. Dalcher greift gesellschaftliche Themen auf, die auch in der Realität noch immer aktuell sind: Frauen, die ihre Berufe aufgeben, um sich um Kinder oder Haushalt zu kümmern, oder als „hysterisch“ bezeichnet werden, wenn sie ihre Meinung äußern. Auch wenn die extremen Zustände des Buches in der Realität wohl nie in dieser Form existieren werden, zeigt die Autorin auf, dass Frauenrechte keine Selbstverständlichkeit sind. Spannend ist zudem der historische Bezug – etwa zu Zeiten, in denen Frauen ihren Vätern oder Ehemännern um Erlaubnis bitten mussten, um arbeiten zu dürfen, oder als das Frauenwahlrecht noch keine Selbstverständlichkeit war. Diese Parallelen machen Vox zu einer eindringlichen Warnung davor, wie schnell gesellschaftliche Errungenschaften wieder verloren gehen können. Insgesamt ist Vox ein lesenswertes und zum Nachdenken anregendes Buch, das zwar anfangs etwas Geduld verlangt, im Verlauf aber durch seine eindrucksvolle Botschaft überzeugt.

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
3. Okt.
Rating:5

Einfach nur heftig

Der Klappentext der Dystopie hat mich so interessiert, dass ich das Buch nur noch verschlingen wollte und das hab ich auch! Man kommt so schnell in das Buch rein und will es gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Handlung war super spannend, fesselnd und wurde nie langweilig. Einige Stellen machten mich sehr wütend und einige machten mich sehr ängstlich und nervös. Mit diesem Buch versteht man wie wichtig die „Stimme“ ist!

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
28. Sept.
Rating:4.5

Das war mein erstes Buch im Genre Dystopie & ich denke ich möchte weitere Bücher in dem Genre lesen. 🤭 Einfach wild, wenn all das Realität wäre. Ich konnte mich super gut in die Protagonistin hineinversetzen (in die Charakterentwicklung). Es war alles super anziehen beschrieben, sodass ich komplett mitgefühlt habe. (Das Thema der Story war für mich absolut treffend) Definitiv empfehlenswert. 🤗 Vllt sogar auch für Neulinge in dem Gebiet. 🫱🏼‍🫲🏽

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
8. Sept.
Rating:4

„Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen.“

Ein dystopischer Roman, in der amerikanische Mädchen und Frauen nur noch 100 Wörter am Tag reden und nicht mehr arbeiten dürfen. Die Geschichte ist gesellschaftskritisch, fordert zum politischen Handeln auf und zeigt, wie Sprache Denken schafft.

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
6. Sept.
Rating:4

Neben "Der Report der Magd" ist dieses Buch ein Buch, dass mich sehr beeindruckt und gleichzeitig so geschockt hat. Denn neben all der Fiktion und Zukunftsbefürchtung steckt sehr viel wahre Gesellschaftskritik dahinter. Aus der Perspektive der Protagonistin geschrieben, hat mich dieses Buch gefesselt und noch einmal neu über das Thema Sprache und ihren Gebrauch (ob im positiven oder negativen) zum Nachdenken gebracht. Der Einschübe der Erinnerungen der Protagonistin an Zeiten außerhalb des Systems hat mich an manchen Stellen aus meinem Denkprozess gerissen und ich fand dann schwieriger wieder ins aktuelle Geschehen der Geschichte hinein. Dennoch verdeutlicht es die Radikalität der Machtausübung des Systems. Ein Buch, dass man nicht mal so nebenbei liest.

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
20. Aug.
Rating:3

Einerseits ein page-turner, andererseits war es mir aber zu "flach". In den letzten Kapiteln hatte ich das Gefühl, dass C. Dalcher möglichst rasch mit der Geschichte fertig sein möchte. Alles geschieht so schnell (und unrealistisch). Schade.

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
13. Aug.
Rating:4

'Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen.' Ein vermeintlich eindeutiges Zitat. Die Dystophie zeigt jedoch, dass 'nichts' im Auge des Betrachters liegt und man womöglich noch nicht genau genug hin geschaut hat, was Menschen doch tun, um für ihre Normen und Werte einzustehen und auf ihre Art und Weise ihre Lieben zu schützen.

Erschrocken hat mich, wie greifbar es sich anfühlt, dass die Hälfte der Gesellschaft sprachlos gemacht wird und welche Auswirkungen das sowohl auf die Personen ohne Sprache als auch die Personen mit Sprache hat. Zusätzlich wird mich der Gedankenanstoß, zu benennen was passiert, anstatt von 'es' zu sprechen, wie es im Roman oftmals passiert, noch eine Weile begleiten. Die Themen nicht beim Namen zu nennen, nimmt Brisanz, wodurch ein Mitlaufen womöglich leichter ist.

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
12. Aug.
Rating:4

Zu Beginn war ich sehr begeistert von dem Buch. Es fängt sehr stark an, ist durchgängig spannend und regt zum Nachdenken an. Das Ende war eher komisch, das habe ich mir tatsächlich etwas anders vorgestellt. Aber alles in allem ein gutes Buch mit wichtigem Thema und lesenswert!

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
10. Aug.
Rating:3

Erinnerte mich ein wenig an George Orwell 1984. Das Buch hat mich Seite für Seite mehr in die Welt von Jean gezogen, aber tatsächlich hatte ich etwas mehr vom Ende erwartet. Trotzdem ein wirklich tolles Buch!

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
8. Aug.
Rating:3

Beklemmender Start!

Leider konnte das nicht durchgehalten werden. Der Beginn des Buches war wirklich gut, es war gut geschrieben und man hat direkt ein Engegefühl in der Brust gehabt. Allerdings ist es dann im Mittelteil immer mehr zu einer Fremdgehromanze geworden, was ich sehr unangenehm fand. Auch das Ende war plötzlich da, es hätte durchaus mehr Platz im Buch einnehmen können. Auch den Schreibstil fand ich etwas komisch, er wirkt ein bisschen wie aus einem Jugendbuch. Alles in allem ein thematisch gutes Buch, was in der Umsetzung allerdings leider nicht so richtig gut funktioniert hat.

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
30. Juli
Rating:4

Wenn Frauen die Stimme genommen wird...

Der Roman bedrückt von der ersten Seite an. Frauen die an den Herd zurück gezwungen werden und so still wie möglich zu sein. Die Wut der Protagonistin Jean hat mich ergriffen. Diese absolute Machtlosigkeit und die Abhängigkeit vom Wohlwollen der Männer hat mich beschäftigt. Eine Welt in der man unter gar keinen Umständen leben will! Ich bin beim Lesen durch die Seiten geflogen. Das Ende kam etwas schneller als erwartet, dennoch ein Buch das zum Nachdenken anregt.

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
29. Juli
Rating:3

"Vielleicht ist es bei den Nazis in Deutschland genau so gelaufen, bei den Serben in Bosnien, den Hutus in Ruanda. Ich habe mir oft überlegt, wie sich Kinder in Monster verwandeln, wie sie lernen können, das Töten richtig ist und Unterdrückung gerecht, wie sich in einer einzigen Generation die Welt auf ihrer Achse drehen und in einen Ort verwandeln kann, der nicht wiederzuerkennen ist." Der Roman beginnt stark und lässt dann zunehmend nach. Es gibt einige Höhepunkte, aber leider auch viele Tiefen. Das Ende ist eine unlogische, erklärungsbedürftige Zumutung. Wirklich schade, denn das Thema ist vielversprechend, zeitgemäß und in vielen Aspekten genau das, was wir gerade erleben. In seiner frauenverachtenden und dystopischen Art erinnert 'Vox' natürlich total an 'Der Report der Magd', hinkt in seiner Schreibtechnik aber leider meilenweit hinterher.

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
19. Juli
Rating:5

Stell dir vor, du (weiblich) darfst maximal 100 Wörter am Tag sprechen

… zum Schweigen gebracht, unterdrückt, seelisch misshandelt, werden Frauen im modernen Amerika. Ein Armband zählt jedes Wort, eins Zuviel und du wirst spüren, was es heißt sich zu widersetzen. Du hast keine Rechte mehr, alles was war, gibt es nicht mehr und mitten drin Gianna - ein Funken Hoffnung, eine Wissenschaftlerin, die Hoffnung sucht und anfängt zu kämpfen. Das Buch ist fantastisch und erschütternd zugleich. Ich habe es verschlungen, war entsetzt, verzweifelt, hoffnungsvoll und wütend. Genau das was es braucht um einen mega feministischen Roman zu schreiben. Lesen!

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
15. Juli
Rating:5

Das Vorwort bzw. Die Worte der Autorin haben mich anfangs etwas abgeschreckt, da es sehr nach feministischer Lektüre klang. Doch mit jeder weiteren Seite, erkannte ich, dass in diesem Buch viel mehr steckt. Es war erfrischend, überraschend und rasand zugleich. Vor allem der Schreibstil und die Protagonisten sowie deren Verbindungen sind originell und durchdacht. Eine dystopische Geschichte, die hoffentlich nie Realität wird.

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
7. Juli
Rating:5

In einer nahen Zukunft dürfen Frauen nur noch 100 Wörter am Tag sprechen. Christina Dalcher entwirft eine erschreckende Dystopie, die patriarchale Kontrolle und den Verlust von Freiheit beklemmend greifbar macht.

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
28. Juni
Rating:4

In einer fiktiven dystopischen USA dürfen Frauen und Mädchen am Tag maximal 100 Worte sprechen. Frauen und Mädchen wurden aus der Gesellschaft ausradiert, sie sind ihrem Mann unterstellt und kümmern sich ausschließlich um Haushalt und Kinder. Sie dürfen keine Bücher lesen, Filme ansehen, oder irgendwas anderes haushaltsfernes tun. Homosexuelle Frauen fristen ihr Dasein entweder im Gefängnis oder auf Farmen, wo sie bis zur Erschöpfung arbeiten ohne je ein Wort sprechen zu dürfen. Das ist die Welt in der die Hauptprotagonistin Jean seit 12 Monaten lebt. Vor 12 Monaten kamen ultrakonservative Fanatiker an die Macht. Jean ist Doktorin für Linguistik, was ihr eines Tages sehr nützlich sein wird. Das Buch war von der ersten Seite an spannend. Die fiktive Welt in dem Buch, ist in manchen Teilen unserer Welt leider nicht fiktiv. Es macht wütend und fassungslos. Wie groß kann die Angst vor einem Geschlecht nur sein. Das Buch hat einige Gemeinsamkeiten mit The Handmaid’s Tale, allerdings war es doch was ganz Neues. Verwirrend waren für mich manchmal die Zeitsprünge in die Vergangenheit, die einfach in den Fließtext übergingen. Ansonsten eine klare Leseempfehlung!

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER
16. Juni
Ein aufrüttelnder, fesselnder Roman – beklemmend und wichtig zugleich.
Rating:4

Ein aufrüttelnder, fesselnder Roman – beklemmend und wichtig zugleich.

Vox erzählt von einer erschreckenden Zukunft, in der Frauen nur noch 100 Wörter am Tag sprechen dürfen. Alles darüber hinaus wird bestraft. Sie werden auf Hausarbeit und Kindererziehung reduziert, während Männer das öffentliche Leben dominieren. Christina Dalcher schafft eine düstere, beängstigend realistische Dystopie, die zum Nachdenken anregt. Die Geschichte wirkt wie eine Warnung davor, was passieren kann, wenn Gleichberechtigung und freie Meinungsäußerung verloren gehen.

Vox
Voxby Christina DalcherS. FISCHER