7. Feb.
Rating:5

Das erste Lesehighlight des Jahres 2025! Danke, liebe Florentine, für den Tip! Die Autorin erzählt das Leben dreier Frauen, stellvertretend für drei Generationen, inhaltlich authentisch und sprachlich differenziert. Ein Wiedererkennen so mancher eigener (Jugend-)Erfahrung ist dabei fast garantiert. Eine absolute Empfehlung!

Die Wirtinnen
Die Wirtinnenby Silvia PistotnigElster & Salis Verlag GmbH
9. Juli
Rating:5

Frauen, lest dieses Buch - Männer auch😊

Mal wieder eine Reiseempfehlung aus dem Urlaub in Österreich. Diese Geschichte, welche auch in Österreich spielt ist so lesenswert. 3 starke Frauen klingt so abgedroschen, weil sie es auch gar nicht immer sind . Das macht es sehr menschlich Erzählt wird die Geschichte der Großmutter, Mutter und Enkeltochter in vielen Kapiteln in verschiedenen Lebensabschnitten. Großmutter: ärmste Verhältnisse, entdeckt die Musik über die Orgel in der Dorkirche, arbeitet hart, wird v Schwager vergewaltig(dumme Sau 😩) und rettet Ihre Enkeltochter, weil sie mit Kartoffeln sehr gut zielen kann. Mutter: wird v Lehrer gegängelt, weil sie eine Hochbegabung in Mathematik hat, liebt Sex und kann ihre Liebe zu Zahlen nur durch Rätsel und abkassieren ausleben. Enkeltochter: schämt sich für die Oma, die ihre Freundinnen cool finden. Sie reagiert sich ab, in dem ihr Fußball ordentlich „gedroschen“ wird. Ich hatte es ein Jahr auf dem SUB, das hatte es wahrlich nicht verdient.

Die Wirtinnen
Die Wirtinnenby Silvia PistotnigElster & Salis Verlag GmbH
6. Juli
großartig, feministisch, generationsübergreifend
Rating:5

großartig, feministisch, generationsübergreifend

„Die Wirtinnen“ von Silvia Pistotnig, eine Geschichte über das Leben und Aufwachsen als Frau, eine Geschichte über Frauen verschiedener Generationen. Großmutter, Mutter, Tochter – das Buch erzählt die Geschichte der drei, die ein Wirtshaus in einem Dorf am Land betreiben, über fünfzig Jahre hinweg. Mühsal und Entbehrungen, aber auch Aufbegehren zeichnen die Frauen. Alle auf ihre Art und ihrer Zeit entsprechend. Johanna, Marianne und Gertrud sind ganz unterschiedlich. Unterschiedlich geprägt und unterschiedlich aufgewachsen. Und doch haben sie vieles gemeinsam. Alle drei haben ein Talent, aber weil sie Frau sind und weil sie nicht gelernt haben ihre Talente als solche zu erkennen, bleiben diese besonderen Fähigkeiten im Verborgenen. Sie leben im Patriarchat und die Frauen haben ein bestimmtes Bild zu erfüllen und da ist nicht vorgesehen, dass sie selbst ihre Erfüllung finden. „Diese Tochter, sie war so weit weg von ihr, nichts hatten sie gemeinsam, keine verstand die andere.“ Es ist auch ein Buch über das Schweigen und eine Geschichte über das sich nicht Verstehen und Unterstützen. Weil man es nicht kennt das miteinander Reden. Unterstützung kennt man nur in Form von physischem Mitanpacken. Das Gasthaus muss geführt werden. Die Frauen sind viel zu sehr mit sich, dem Überleben und dem Drumherum beschäftigt. Es bleibt keine Zeit fürs Innenleben und schon gar nicht für das der anderen Frauen in der Familie. Und doch sind sie auch für einander da und wachsen über sich hinaus, wenn sie einander wirklich brauchen. In Zeitsprüngen aus der Sicht der drei erzählt dieser Roman und das tut er ganz wunderbar. Leise, ohne große Töne zu spucken, legt er die Wunden der Frauen über die Generationen hinweg offen. Versöhnlich geht die Autorin mit ihren Protagonistinnen um – aber auch ehrlich. Ein wundervoller Roman, für den es eine Leseempfehlung von mir gibt!

Die Wirtinnen
Die Wirtinnenby Silvia PistotnigElster & Salis Verlag GmbH