Tja, ich erwartete wohl einen Thriller und tat mich schwer mit dem Eintauchen in die Geschichte und dem Schreibstil. Ab der Hälfte wurde mir klar, dass hier kein Thriller sondern eher ein Buch des "Magischen Realismus" auf mich wartete, ein Buch, das Themen wie Klimawandel und das Verhältnis von Mensch<->Natur behandelt und das versteckt in einem Plot in dem es um einen Serienmörder und die Tochter eines der Mordopfer geht. Hat mich das Buch gefesselt? Naja, nicht wirklich. Fand ich es furchtbar? Auch nicht. Es hat ein paar krasse Bilder in meinem Kopf erschaffen aber ich vermute, dass dies eines der Bücher ist an das ich in ein paar Jahren nicht mehr denken werde. Ich gebe wohlwollende 3 von 5 einsamen Inseln!
Hatte mir mehr erhofft
Tatsächlich hat mich das Buch sehr angesprochen, aber ich war enttäuscht. Der schreibstil war absolut nicht meins. Es kam mir vor wie ohne Punkt und Komma. Es gab keine gekennzeichneten Gespräche. Irgendwann hatte ich den Faden verloren. Für den Preis des Buches war ich nicht glücklich mit. Heftig für 200 Seiten
Ich habe mir das Buch auf Empfehlung einer Person gekauft, die sehr davon geschwärmt hat und sich tief mit dem Geschehenen auseinandergesetzt hat. Die Kurzfassung auf dem Buchrücken, in der es darum geht, wie Leo Menschen tötet, die der Welt Schaden zufügen und eine Tochter, die ihren Vater durch ihn verloren hat und Rache will, klang für mich auch wirklich vielversprechend. Als ich jedoch die ersten zwei Seiten gelesen hatte, wollte ich das Buch einfach direkt wieder weglegen und nicht weiterlesen, obwohl die Geschichte spannend startete. Die extrem poetisch geschriebenen Sätze haben mich so abgeschreckt, da man wirklich mit vollem Bewusstsein jedes Wort lesen musste, um überhaupt zu verstehen, was hier passiert. Zum Glück verliert sich diese extreme Poesie immer weiter, da ich das Buch sonst womöglich wirklich nicht zu Ende gelesen hätte. Die Handlungen und Taten der Personen sind wirklich Abschnittsweise extrem spannend erzählt und lassen einen auch immer wieder grübeln, ob das moralisch wirklich alles so okay ist. Leider ist das immer nur Abschnittsweise so, da viele Passagen, die dazwischen liegen, so durcheinander geschrieben sind, dass ich mich dort wirklich durchgequält habe beim Lesen. Würde die ganze Grundgeschichte nicht in so einem Poesieregen vergraben liegen, wäre es sicher für mich eine klare Buchempfehlung.


