
Eindringlich, authentisch und bewegend. Mit "Und dazwischen irgendwo wir" schenkt uns Amani Padda eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft, Familie, Identität und Selbstfindung. Sie handelt davon, seinen Platz im Leben zu finden und von dem Mut, für sich selbst und die eigenen Wünsche und Träume einzustehen. Amani Padda erzählt diese Geschichte unheimlich gefühlvoll und nahbar, sodass bei mir mehr als nur einmal die Tränen flossen. Ich konnte die Gedanken und Gefühle der Charaktere nicht einfach nur greifen, ich habe sie beim Lesen selbst empfunden. Mich den Charakteren verbunden und mit ihnen gefühlt. Ihr Schmerz war meiner und ihre Probleme zehrten an mir. Die Autorin behandelt in diesem Buch eine Vielzahl sensibler Inhalte, ohne dass die Geschichte dadurch überladen wirkte. Es geht um Verlust, Zukunftsängste, Leistungsdruck, Selbstvertrauen, Einsamkeit und Vieles mehr. All das wird ehrlich und authentisch beschrieben, was diese Geschichte umso bewegender machte. Die Darstellungen der Autorin sind feinfühlig, ungeschönt und wahrhaftig, was durch ihren nahbaren und lebendigen Schreibstil noch intensiver wirkt. Ihre Worte sind ausdrucksstark und geradezu poetisch, dabei aber trotzdem leicht und flüssig lesbar. Obwohl diese Geschichte einige schwere Themen anreißt, habe ich mich in ihr rundum wohlgefühlt, da Amani Padda so eine schöne Atmosphäre erschaffen hat. Die größte Qualität dieses Buches liegt in meinen Augen in den Charakteren: Einer diversen, bunten und schillerenden Truppe an vielfältigen und vielschichtigen Persönlichkeiten, die man einfach in sein Herz schließen muss. Jede:r Charaktere hat seine:ihre eigene Geschichte und Themen, was diese umso lebendiger und greifbarer machte. Die Geschichte mag aus der Sicht von Macey und Vince in der ersten Person Singular erzählt werden, aber Charlie, Danielle, Rin und Femi sind definitiv nicht nur Nebencharaktere, sondern so viel mehr als das. Sie sind alle Protagonist:innen ihrer eigenen Geschichten. Amani Padda hat keine Buchfiguren geschrieben, sondern Menschen aus Fleisch und Blut erschaffen. Menschen, die fühlen, leiden und leben. Ihre Charaktere sind allesamt unheimlich gut ausgearbeitet, authentisch, facettenreich und echt. Das Rätsel um den geheimnisvollen Autor fand ich persönlich nicht ganz so spannend, da mir ziemlich schnell klar war, wer dahinterstecken musste und damit auch Recht behalten habe. Dieser Plot war für mich somit sehr vorhersehbar, was ich aber auch nicht allzu tragisch fand, da es in diesem Buch um so viel mehr geht als nur um die Suche nach einem Autor. Hier wird so Vieles gesucht und gefunden. Jedoch hätte man das Rätsel durchaus etwas knapper halten können, um den Spannungsbogen dieser insgesamt eher ruhigen Geschichte etwas anzuziehen. "Und dazwischen irgendwo wir" ist für mich ein ganz besonderes und wertvolles Buch, das ich euch nur ans Herz legen kann. Die Geschichte von Femi, Macey, Charlie, Rin und Vince hat mich zutiefst bewegt ♥️ 4,5/ 5 Sterne ⭐️




























