"Auf den Hinfahrten war er einsilbig, auf den Rückfahrten gesprächiger, ein aufrecht sitzender, strenger Richter in Schwarz, der den Daumen über Geiger und Pianisten häufiger senkte als er ihn hob." Der Taxifahrer Jürgen Krause wird von Frederico Temperini als Chauffeur engagiert. Er soll ihn regelmäßig zu klassischen Konzerten in die Kölner Philharmonie bringen. Der eine liest eine Biographie von Eric Clapton, der andere verehrt Niccolo Paganini, der Unterschied zwischen den beiden Männern könnte nicht größer sein. Aus der anfänglichen Distanz zwischen ihnen entwickelt sich eine Emphatie, die beiden gut tut. Ein leiser, unaufgeregter und melancholischer Roman, den ich sehr mochte
Schwarzer Schwanby Theres EssmannDörlemann
