Zieht sich teilweise zu lang und ich mochte die Protagonistin überhaupt nicht. Die Idee von der story ist aber sehr gut.
Ende hat mich enttäuscht. Vorher Unterhaltsam
Ich fühlte mich gut unterhalten
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, was mich schnell in die Geschichte hineingezogen hat. Die Handlung ist spannend aufgebaut und bleibt lange unvorhersehbar, sodass keine echte Langeweile aufkommt. Die Hauptprotagonistin empfand ich stellenweise als manisch und durchaus nervig, was mir das Mitgehen nicht immer leicht gemacht hat. Dennoch passt genau das zur Dynamik der Geschichte und verleiht ihr eine gewisse Eigenwilligkeit. Unterm Strich hat mir das Buch trotz kleiner Reibungspunkte Spaß gemacht und mich gut unterhalten.

Schön und angenehm erzählt „Ein letztes Geschenk“ ist eine solide Geschichte, die sich angenehm liest und berührt. Auch wenn nicht jede Wendung ganz realistisch wirkt, bleibt es insgesamt eine schöne, stimmige Lektüre, die zufrieden hinterlässt.
Es geht um eine faszinierende Protagonistin: eigensinnig, von Besessenheit getrieben, trifft häufig impulsive und moralisch fragwürdige Entscheidungen. Es war so spannend, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen.
Dieses Buch hat mich so gut unterhalten. Es war witzig und spannend mit Esther im Scrapbook Fieber zu sein.
Ein Spannungsroman, der sich liest wie ein Pageturner. Empfehlung!
Ich hab dieses Buch begonnen und war so schnell in der Geschichte drin. Toller Schreibstil (übersetzt aus dem amerikanischen von Verena Kilchling) und eine Protagonistin mit der man gleich ein bisschen symphatisiert. Obwohl es im Laufe des Buches immer wieder ein paar Szenen gab, wo ich unsere Protagonistin Esther nicht verstehe. Was mich überrascht hat, dass es einige Überraschungen und Enthüllungen gab, mit denen ich nicht klar gekommen bin.
Superspannend, hat mich total gefesselt. Vom Ende war ich nicht soo der Fan und die Sprache war mir teilweise zu derb (müssen Wörter wie “Mannsweib” wirklich verwendet werden?) aber insgesamt mochte ich es sehr
Abgefahrene, spannende und interessante Geschichte - wie ein guter Film 🍿
Ganz nettes, spannendes Buch, allerdings mit etwas merkwürdigen Ende
Esther und Jessica wohnen auf dem Lande, in einem Haus in einer Partnerschaft, von der sich Esther offensichtlich sehr viel mehr erwartet, als Jessica, die Esther am Anfang des Buches verlässt. Esther lernt auf einer Vernissage, eine Frau, Naomi, kennen die sehr viel Geld hat und Esther mit der Erstellung von so genannten Scrape Books beauftragt. Diese Sind so genannte Erinnerung, Bücher in den Fotos und auch Informationen des Lebens eingeklebt werden, umso ein persönliches Panoptikum des Lebens darzustellen. Esther möchte dies zunächst tun, aber als sie begreift, dass sie von Jessica verlassen wurde, nimmt sie den Auftrag an, daher entsprechend viel Geld einbringt. In dem Prozess der Scrape Book Erstellung entdeckt sie Brüche im Leben von Naomi, die mit Brice, einem for Manager verheiratet ist und eine Tochter Tabita hat. Sie hatte offensichtlich auch eine zweite Tochter, die aber in der frühen Kindheit offensichtlich verstorben ist. Wie sich vermuten lässt, ist Das zweite Kind wohl nicht am plötzlichen Kind tot, sondern durch Einwirkung von Tabita gestorben. Dies wird aber zunächst nicht näher ausgeführt. Wären sich Esther immer wieder in Sehnsucht nach ihrer ehemaligen Partnerinjessica sehnt, kommt sie mit ihrer Scrapbook Arbeit immer weiter. Kurz vor Beendigung ihrer Aufgabe stirbt allerdings ihre Auftraggeberin. Sie verweist sich dann in die Vorstellung, dass Naomi getötet worden ist, und begibt sich letztlich in das Wochenendhaus der Familie, um dort Portraits der Freundin von Naomi und auch der Familie anzufertigen. Es kommt im Laufe des Buches heraus, dass Esther eine Begnadete Malerin gewesen ist und während ihrer Ausbildung als Assistentin eines Bekannten New Yorker Malers gearbeitet hat. Dieser hat offensichtlich immer wieder weibliche Schülerinnen und Studenten missbraucht, und als Esther hierfür direkte Beweise findet, zündet sie sein Atelier an und verlässt ihn. Um sich von der Malerei loszusagen, besucht sie, die sie letztlich auch zur Scrape Book Erstellung bringen. Auf einem dieser Kurse hat sie offensichtlich auch ihre Partnerinesterjessica kennen gelernt. Die Vorspiegelung der falschen Tatsachennämlich dass sie einen Auftrag hätte, Portraits anzufertigen zum 60. Geburtstag von Brice, Fliegt letztenendes auf, und sie wird ins Gefängnis gesteckt. Brice entlässt sie aber nach Zahlung einer Kaution aus der Anklage, wenn sie ihm verspricht, keinerlei Kontakt mehr mit der Familie aufzunehmen und ein Verschwiegenheit Gelübde abzulegen. Hieran hält sich Ester auch zunächst, aber letztlich ermittelt sie weiter und mit ihrem Nachbarn, einem älteren Herrn, dessen Sohn wegen eines Amoklaufsim Gefängnis sitzt, freuen Sie sich an, und dieser hatte in den Scrapbook Unterlagen auch Hinweise dafür gefunden, dass Gelder veruntreut worden sind. Offensichtlich hat Naomi diese Gelder veruntreut, um sich letztenendes aus der Ehe mit Brice loszulassen. Sengebusch, dies findet Esther nach und nach heraus und sie hat das Glück, dass sie in einem von Naomi gemieteten Haus einiges Bargeld findet, dass ihr eine gewisse Freiheit ermöglicht. Sie findet dann auch noch einen Flug Hinweis, den sie am Ende wahrnimmt und so den Nachstellung von Brice, der Zwischenzeit glich ihr gesamtes Haus durchsucht hatte und verwüstet hat und sie nochmals mit dem Tode bedroht hat, zu entkommen. Sie landet letztlich nach Änderung ihres äußeren durch Färbung, der Haare und Änderung ihrer Frisur(Angleichung an Naomi, ihre Auftraggeberin) auf einer Malediven Insel und dort wird sie schon erwartet. Offensichtlich hat Naomi auch Gelder auf Schweizer Konten transferiert, so dass zumindest zunächst das Leben unproblematisch zu sein scheint. Auf der Insel findet sie dann ein Kind vor, dass Naomi offensichtlich adoptiert hatte und möglicherweise als Ersatz, ihre getöteten Tochter Vorgesehen hatte, um mit ihr dort auf der Insel in Frieden und unerkannt zu leben. Das Ganze ist ein wenig skurril, mich stört einerseits das intensive Gejammere der lesbischen Partnerschaft. Und andererseits auch die insgesamt etwas unglaubwürdige Flucht und das entkommen auf die Malediven. Das hat er etwas määärchenhaftes und Passt nicht so recht zum eigentlich als Krimi gedachten Buch. Für mich daher eher ein mittelmäßiges Buch.
Das Buch von Calla Henkel „das letzte Geschenk“ bot mir ein sehr ambivalentes Leseerlebnis. Die Künstlerin und True-Crime-Suchtlerin Esther Ray schildert uns ihre in der Ich-Form erzählte Geschichte, in der sie durch einen Arbeitsauftrag der Multimillionärin Naomi Duncan in einen Strudel immer abenteuerlicher Ereignisse hereingezogen wird. Esther bleibt mir das ganz Buch lang extrem unsympathisch, ist naiv und hat mehr Glück als Verstand, bei dem was sie tut. Die Autorin bedient sich für Esthers Gedanken zum Teil eigenartiger „Aussagen“, die ich streckenweise völlig unnötig bis abstoßend finde. Trotz der völlig realitätsfernen Aneinanderreihung der Handlungsstränge war das Buch der totale Page-Turner für mich. Es hat mir Spaß gemacht es zu lesen, der Schreibstil war sehr unkompliziert. Realitätsnähe muss man natürlich in einem Roman natürlich auch nicht dringend erwarten.
Das Buch hat mir leider gar nicht gefallen. Ich fand den Schreibstil furchtbar und den Plot an den Haaren herbeigezogen. Irgendwie hatte ich beim Lesen den Eindruck, dass die Autorin immer neue Zutaten für ihre Story gesucht hat. Immer noch etwas neues, auf Teufel komm raus. Das Ende hat mich richtig genervt und die letzten 100 Seiten hätte man beruhigt um die Hälfte kürzen können. Sorry, ich war froh, als ich das Buch weglegen konnte.
Das Buch hat mich richtig reingezogen. Ich konnte es kaum beiseite legen, weil ich einfach wissen wollte, wie es weiter geht. Der Schreibstil von Calla Henkel hat mir sehr gefallen.
Das war eine wilde Fahrt. Es ist kein klassischer Spannungsroman, hat aber diverse Unterhaltungswerte. Der Protagonistin will man einfach folgen. Die Handlung schlägt einige Haken, von denen manche vielleicht etwas runder hätten abschließen können, dennoch sehr lesenswert.
Hat mir leider nicht sonderlich gefallen. Das Cover fand ich schon ziemlich doof aber aufgrund von ein paar positiven Rezensionen habe ich trotzdem zu diesem Buch gegriffen. Es kommt ja auch nicht auf das Äußere sondern auf den Inhalt an. Und den fand ich halt ziemlich zäh. Für mich kam keine Spannung auf.
Ein letztes Geschenk 🎁
Ein unerwartet gutes und spannendes Leseerlebnis. Esther, in den 30 zigern und Kunsthandwerkerin lebt mit ihrer Freundin Jessica auf dem Land und freut sich endlich angekommen zu sein. Auf dem Geburtstag einer ehemaligen Studienfreundin Memphis lernt sie die Milliardärin Naomi kennen und erhält von ihr einen Auftrag für ihr Kunsthandwerk das das Leben der jungen Frau völlig aus der Bahn wirft. Thriller im Stil von Gone Girl. Klare Leseempfelung 👍👍

Mega spannender Überraschungsroman einer True-Crime-Süchtigen, die in ein Familiedrama mit krimimellen Ausmaß stolpert. Ich bin förmlich durch die Seiten gefegt, habe Hinweise übersehen und mich gedanklich verlaufen, um mich am Ende in einem Happyend mit ein bisschen zu viel Konstrukt zu aalen. Mir gefielen besonders die Charaktere, die mal nicht 08 15 daherkommen. Und natürlich schlägt mein Herz für ein queere Protagonistin. Es hat riesigen Spaß gemacht.
Eher ein skurriler Roadmovie
Wegen des Klappentextes hätte ich eine andere Geschichte erwartet. Das überraschende ist aber, dass es trotzdem echt gut war. Manchmal bisschen drüber, aber nie zu viel. Irgendwie mal was anderes. Dazu noch umsonst wg. Stadtbibliothek! 😉

Unerwartetes Highlight!
Wer „Gone Girl“ gerne gelesen hat oder gern True Crime Podcasts hört, wird dieses Buch sicher auch mögen! Esther ist Künstlerin und trifft auf einer Vernissage auf Naomi. Naomi beauftragt Esther daraufhin, mehrere Familienalben für sie anzufertigen und lässt ihr Kartonweise Fotos und Dokumente der letzten 19 Jahre zukommen, durch die sich Esther wühlen kann. Als Naomi plötzlich stirbt, versucht Esther dem Ganzen auf den Grund zu gehen- sie hat schließlich jedes noch so kleinste Detail aus Naomis Familienleben bei sich in der Scheune. Auch wenn das Buch erstmal recht dick erscheint mit seinen 455 Seiten- es lohnt sich! Esther ist ein bisschen obsessiv und verrückt, steigert sich schnell in Dinge rein und genau das macht diese Geschichte super spannend. Man rätselt regelrecht mit; was denn nun mit Naomi passiert ist, bangt um Esther, wenn sie mal wieder etwas nah an den Abgrund kommt und kann das Buch vor lauter Spannung gar nicht weglegen. Das Ende war auch etwas überraschend, ich hätte tatsächlich mit einem anderen Ausgang gerechnet! Was mir daran so gut gefallen hat: dieses Buch war spannend und es gab ein Rätsel zu lösen, es war jedoch kein Krimi, der an irgendeiner Stelle unheimlich oder eklig wurde. Also wirklich das perfekte Buch für mich, für die ein Fitzek z.B. einfach zu hart ist. 🤭 gleichzeitig bin ich mir sicher, dass auch Krimi- und Thriller-Fans dieses Buch mögen würden.
Mit “Ein letztes Geschenk” legt Calla Henkel einen Thriller vor, der die moderne Kunstszene New Yorks in den Fokus rückt und eine spannende Wendung ins True-Crime-Genre bietet. Im Mittelpunkt steht die Künstlerin Esther Ray, die aus Geldnot den Auftrag einer wohlhabenden Auftraggeberin, Naomi Duncan, annimmt. Esthers Aufgabe: die Gestaltung eines Scrapbooks, das Naomis Ehemann zum sechzigsten Geburtstag überraschen soll. Doch was als kreatives Nebenprojekt beginnt, entwickelt sich bald zu einer düsteren Entdeckungsreise, als Naomi plötzlich unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt. Getrieben von ihrer Neugierde – und vielleicht auch von ihrem eigenen True-Crime-Faible – gerät Esther in einen gefährlichen Strudel von Geheimnissen und Lügen. Der Roman besticht durch eine ungewöhnliche Protagonistin, die als moderne Künstlerin nicht nur gut in die New Yorker Szene passt, sondern auch durch ihre Leidenschaft für True Crime eine spannende Meta-Ebene ins Spiel bringt. Die Spannung wächst langsam, aber stetig, und durch Henkels modernen Schreibstil und die gezielt eingesetzten Beschreibungen fühlt sich die Geschichte aktuell und lebendig an. Man merkt, dass die Autorin einen genauen Blick auf das gesellschaftliche Milieu richtet, in dem sich die Handlung entfaltet, und dabei nicht nur die Oberfläche, sondern auch die Ambivalenzen und Schattenseiten dieses Lebensstils zeigt. Obwohl das Buch faszinierend aufgebaut ist und immer wieder kleine Überraschungen bietet, braucht es etwas Geduld, um vollends hineinzufinden. Doch sobald die Geschichte Fahrt aufnimmt, entwickelt sie einen Sog, der die Lesenden bis zum Schluss fesselt. Ein Kritikpunkt ist jedoch das Ende: Während die Geschichte in Teilen unkonventionell und erfrischend wirkt, bleibt das Finale überraschend simpel und löst den Spannungsbogen auf eine Weise, die etwas zu vorhersehbar erscheint. Da hätte man sich eine pfiffigere, cleverere Lösung gewünscht, um der Spannung bis zuletzt gerecht zu werden. Insgesamt ist “Ein letztes Geschenk” ein ungewöhnlicher Thriller, der gerade durch seinen künstlerischen Hintergrund und die moderne Perspektive überzeugt. Für Fans von atmosphärischen, psychologisch geprägten Krimis, die das gesellschaftliche Umfeld der Figuren genauso spannend finden wie das eigentliche Verbrechen, ist dieses Buch ein echter Geheimtipp. Ein etwas „anderer“ Thriller, der gerade deswegen seine Stärken entfaltet, auch wenn er zum Ende hin etwas an Raffinesse einbüßt.
EIN LETZTES GESCHENK Calla Henkel Die Künstlerin und Buchbinderin Esther Ray könnte nicht glücklicher sein: an ihrer Seite hat sie eine wunderbare Partnerin, sie leben in einem traumhaften Haus am See mit einer umgebauten Scheune, die sie als Atelier nutzen. Gemeinsam haben sie entschieden, sich ihren Wunsch von einem Baby in einer Kinderwunschklinik zu erfüllen – und das kurzfristig. Am Tag des Besuches einer Vernissage, begegnet sie Naomi Duncan. Diese bietet ihr an, ein umfangreiches Familienalbum als Geburtstagsgeschenk für ihren Mann zu gestalten. Esther lehnt höflich ab, doch als sie später nach Hause kommt und erfährt, dass ihr Leben nicht wie geplant verlaufen wird, sieht sie sich gezwungen, das Angebot aus finanziellen Gründen wiedererwartend anzunehmen. Schon bald trifft eine Lieferung von über 200 Kisten bei ihr ein, gefüllt mit Fotos, Erinnerungsstücken, Quittungen und Kontoauszügen. Der Umfang des Auftrags wird ihr plötzlich bewusst. Zudem muss sie eine Geheimhaltungsvereinbarung unterschreiben und darf Naomi nur über ein spezielles Handy kontaktieren. Als Esther mit der Arbeit beginnt und Buchseite um Buchseite klebt, fällt es ihr zunehmend schwer, Distanz zu den Duncans zu wahren. Als einige Unstimmigkeiten auftauchen, steigert sich ihre Neugier, und sie ist überzeugt, einem Geheimnis auf der Spur zu sein. Als Naomi bei einem Skiunfall tödlich verunglückt, wird Esthers Besessenheit noch größer ... Was für ein großartiges Buch! Schon auf den ersten Seiten hat mich die lebendige Geschichte in ihren Bann gezogen. Es war so spannend, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen. Endlich mal wieder etwas völlig anderes, erfrischend und verrückt zugleich. Das Ende hatte ein paar Längen, doch das mindert keineswegs die Qualität der Story. Der Schreibstil ist locker, humorvoll und gibt der Inszenierung den letzten Schliff. Gerne empfehle ich dieses Buch weiter. 5/ 5
WIE AUF DEM COVER ZU LESEN: EIN RASANTER SPANNUNGSROMAN
Dieses bei KEIN&ABER erschienene Buch - übersetzt von Verena Kilchling - ist genau das, was auf dem Cover zu lesen ist: Ein rasanter Spannungsroman. Denn genau das erhält der Leser mit diesen 464 Seiten, einen Pageturner, der einfach Spaß macht und einen mit einem Schmunzeln durch die Seiten treibt. Häufig wird man ja gefragt, welches Buch man sich auch als Verfilmung vorstellen könnte - bei diesem könnte ich es; und zwar als rasante Samstagsabend-Komödie beispielsweise mit Jennifer Aniston in der Hauptrolle. Die Story beginnt zunächst eher bedächtig. Esther Ray, künstlerische Buchbinderin, lernt bei einer Vernisage einer ihrer Freundinnen, die Millonärin und Wohltäterin Naomi kennen. Beide kommen ins Gespräch und Naomi macht Esther ein Angebot; zum 60. Geburtstag des Mannes von Naomi, soll Esteher eine Reihe von Scrapebooks aus alten Familienerinnerungen erstellen. Esther lehnt das Angebot ab, da es ihr zu kommerziell erscheint. Doch dann gerät Esthers Leben aus den Fugen; ihre Verlobte hat sie verlassen und mit dem gemeinsamen - unbezahlten Haus - sitzen gelassen. Esther nimmt das Angebot von Naomi also doch an, um das Haus behalten zu können. Unter sehr verschwiegenen Bedingungen erhält sie eine Lastwagenladung an Material für die Scrapebooks - und muss zudem eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichen; der Kontakt zu Naomi darf nur über ein Prepaidhandy erfolgen, welches eigens für diesen Zweck gedacht ist. So weit, so gut; Esther sichtet das Material und stößt schnell auf Geheimnisse in der Familie, die sie stutzig werden lassen. Als sie dann die Nachricht erreicht, dass Naomi bei einem Skiunfall tödlich verunglückt ist, schrillen bei ihr sämtliche Alarmglocken. Denn für die exzessiv von True-Crime-Podcast begeisterte Esther gibt es keinen Zweifel: Naomi wurde ermordet. Esther begibt sich in Ermittlungen und entdeckt weitere Ungereimtheiten; sie nimmt Kontakt auf, mit Familie und Freunden von Naomi und gerät schnell in einen Strudel von Verstrickungen, der sie selbst in gefährliche Untiefen reißt. Dies ist die Grundstory, die natürlich tiefer geht, als hier kurz angerissen. Es spielen weitere Personen und Zusammenhänge eine Rolle; die Trennung von Jessica, der alte Patrick, der in die Bruchbude nebenan einzieht und ebenfalls ein Geheimnis hat, der Tod von Esthers Mutter (als sie noch ein Kind war), ein Ereignis, welches im Zusammenhag steht, mit dem Ex-Chef und -Mentor von Esther. Doch darf man hier nicht zu viel verraten; doch wird klar, das hier eine gute Unterfütterung der Story besteht. Und dabei ist sehr positiv anzumerken, dass die Autorin es insgesamt fast immer schafft, dass das Ganze nicht abdriftet. Der rote Faden ist immer greifbar und mithilfe einiger Twists wird die Handlung dicht beisamen gehalten, Fragen bleiben nicht offen. Das Ende ist dann für meinen Geschmack ein ganz klein bisschen drüber, passt aber in letzter Konsequenz durchaus (und würde sich in eine, oben angesprochene, Komödie gut einpassn). Von mir ganz klare 4/5 Sternen und die Empfehlung, es auch auf die Leinwand zu bringen. Eine weitere Empfehlung natürlich in Richtung der Leser. Dieses Buch eignet sich sehr gut als leichte (aber nicht seichte) Ferienlektüre, für Leute, die einfach Spaß haben, an (ich wiederhole mich) einer rasanten Story, die ich persönlich eher als Krimi-Komödie einordnen würde; wobei auch das schon richtig auf dem Cover angedeutet wird: schwarzhumorig.
Unerwartetes Highlight
Ich hab diese Buch als Book Blinddate erworben und hatte keine Erwartungen in das Buch, wurde aber ab der ersten Seite gecatched. Mit Esther der Hauptprotagonistin hat sich eine kleine Hassliebe entwickelt, aber das hat dem Leseerlebnis nicht geschadet. Es war bis zum Schluss unglaublich spannend und mit einigen Wendungen versehen. Ein Krimi über den ich mich sehr gefreut habe und den ich gerne weiterempfehlen werde!

Übersetzt von Verena Kilchling Ich lese die letzte Seite von "Ein letztes Geschenk", lege das Buch beiseite, atme tief durch, um mich dann zu fragen, was zur Hölle das gerade gewesen ist? Das neue Buch von Calla Henkel, die mich schon mich schon mit ihrem Vorgänger "Ruhm für eine Nacht" komplett überrascht hat, macht süchtig. Ein unwiderstehliches Bedürfnis das Buch weiter lesen zu wollen durchdrang jede einzelne Seite. Weil es spannend war, komplett undurchsichtig, nie wusste man so wirklich, woran man war, das Genre wechselte gefühlt pro Absatz und immer wollte man wissen, wie es ausgeht. Gleichzeitig hat mich eine Protagonistin wohl noch nie immer wieder wahlweise abgrundtief genervt, dann wieder fasziniert, dann hab ich aufgrund ihres obsessiven Verhaltens schon fast eine Art Fremdscham gefühlt, um dann im nächsten Moment mit ihr mitzufiebern, weil ich mich selbst in Zügen von ihr auch irgendwie wiedergefunden habe. Esther Ray ist eigentlich Künstlerin, hat aber eine Faible für Rätsel. Sie liebt True Crime Podcasts und hört diese in jegliche Lebenslagen und kann es nicht fassen, als sich ihr eigenes Leben in einen True Crime Podcast verwandelt. Aus Geldnot nimmt sie nämlich den Auftrag der Multimillionärin Naomi Duncan an, die eine aus mehreren Erinnerungsbüchern bestehende Familienchronik ihren Ehemann zum Geburtstag schenken will. Zuvor lässt Naomi Esther eine Verschwiegenheitsvereinbarung unterschreiben, angeblich, damit ihr Mann auch wirklich nichts von der Überraschung erfuhr. Während sich Esther durch das Familienarchiv der Duncans arbeitet und immer weiter in den Strudel dieser seltsamen Familie gerät, kommt Naomi plötzlich unter mysteriösen Umständen ums Leben und schnell beginnt Esther daran zu zweifeln, dass ihr Tod ein Unfall gewesen sein soll. "Ein letztes Geschenk" klingt erst einmal wie eine typische Geschichte mit einer atypischen Ermittlerinnenfigur, doch tatsächlich tarnt sich Calla Henkels Roman nur mit diesem Stempel, denn irgendwann ist man als Leser:in dieser Lektüre überzeugt davon, dass in dieser Geschichte alles passieren könnte. "Ein letztes Geschenk" ist ein wilder Genremix aus psychologischem Spannungs- und Kriminalroman, Dramageschichte und ein Abriss von allem, was Traumata aus der Vergangenheit mit Menschen in der Gegenwart anrichten können, angefangen mit Obsessionen bis hin zum selbstzerstörerischem und gewalttätigem Verhalten. Das alles macht die Handlung des Romans so undurchsichtig, dass man, wie bereits erwähnt, irgendwann mit allem rechnet und sich nicht wundern würde, wenn am Ende ein Regisseur "Cut" gerufen und Esthers gesamte Geschichte sich als eine Art Fiebertraum eines besonders kreativen Filmmenschen herausgestellt hätte. Und selbst das hätte man "Ein letztes Geschenk" ohne mit der Wimper zu zucken abgenommen, denn dieser Roman entwickelt so schnell einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann und obwohl mich Esther mehr als einmal genervt, fast sogar abgestoßen hat, war ich unglaublich fasziniert von "Ein letztes Geschenk", weil er so intensiv, so anders und absolut außergewöhnlich war. Und weil ich zumindest Esthers Leidenschaften für Rätsel und auch für True Crime Podcasts teile- und die Anziehungskraft des Familienrätsels der Duncans absolut nachvollziehen konnte. Eine Lektüre, die man definitiv nicht so schnell wieder vergessen wird.























