Schwierig zu bewerten. Es geht hier um einen alternden Journalisten der ideologisch abdriftet. Eigentlich fast schon ein Houellebecq-Plot. Aber diese Qualität erreicht er dann eben doch nicht. Dafür fehlt ihm die psychologische Schärfe und erzählerische Ambivalenz. Das Thema „wie können sich einst Linke von rechtsextremen angezogen fühlen“ ist aber anderseits gut und spannend. Man muss schon auch einiges über Israel wissen um immer mitzukommen (womöglich hat die Hauptfigur auch ein reales Vorbild, dass ich dann aber nicht kenne). Der „7. Oktober“ spielt auch noch ein Rolle. Aber viel zu kurz und er hat dann auch einfach nicht die literarische Kragenweite um das adäquat behandeln zu können. Schade. „Monster“ und „Kriegerin“ von Sarid schätze ich sehr.
15. Jan.Jan 15, 2026
Chamäleonby Yishai SaridKein & Aber
