
Ein Vampirdickerchen mit viel Hintergrund. Rezension folgt!
Inhalt: 1890, London. Vampire sind bis in höchste Kreise in allen Bereichen vertreten. Sie versuchen seit jeher, ihre Welt vor der der Menschen zu verstecken und unerkannt zu bleiben. Lord Crawford ist ein sehr gemäßigter Vampir. Er trinkt lediglich von Verbrechern das Blut und schützt die ihm untergebenen Menschen. Doch es zieht buchstäblich ein Sturm in den Reihen der Vampire auf, der alles zu gefährden scheint. Meine Meinung: Unerwartet und verheißungsvoll Wenn ich irgendwo lese, hier geht’s um Vampire, bin ich quasi schon gefangen. War auch hier nicht anders! Und als ich das „Dickerchen“ dann in Händen hielt, hab ich mich wahnsinnig gefreut, es lesen zu dürfen! Das Cover gibt auf den ersten Blick wirklich so gar nichts preis, macht aber für meine Begriffe dadurch extremst neugierig, was sich dahinter verbirgt. Erst recht, wenn man die Kurzbeschreibung liest. Direkt von der ersten Seite an war ich dort, ich war im viktorianischen London, ich sah den Nebel, das Dustere, hörte Kutschen auf Kopfsteinpflaster und spürte die Magie dieser Zeit. Wahnsinn, wie toll einen der Stil der Autorin mitnimmt! So hatte ich auch von der ersten Minute an Bilder vor Augen, wie die Figuren aussahen, die Häuser, alles! Wenn ich etwas kritisieren sollte, dann wäre es rein die Tatsache, dass hier immer wieder ziemlich detailliert auf die Einflüsse der Vampire auf die Wirtschaft eingegangen wird. Ich finde, das hätte in der Ausprägung nicht immer wieder sein müssen. Sehr gefallen neben dem Setting hat mir, dass die Kapitel sehr kurz waren und immer aus einer anderen Perspektive erzählt wurden. So lernte man die einzelnen Figuren wunderbar im Laufe der Handlung kennen und so flogen die Seiten dahin. Erfrischend ist wirklich, dass hier so ganz anders und doch mit bekanntem über Vampire erzählt wird. Hier glitzert auch nichts, hier sprühen keine Spice-Funken wie wild…. Und wenn man bedenkt, es ist ein Erstlingswerk einer Autorin, muss man erst recht den Hut ziehen! Ich bewunder den Mut, sich nicht einfach dem Mainstream anzuschließen, sondern tatsächlich so zu schreiben, wie man selbst es am liebsten hat. Wunderbar! Über die Geschichte selbst möchte ich nicht zu viel sagen, denn auch wenn es mit über 700 Seiten schon ein Schwergewicht ist, man kann schnell sich verlieren, wenn man erzählt und einfach etwas vorwegnehmen, was sich wirklich jeder selbst erlesen sollte! Es lohnt sich auf alle Fälle und auch hier kann ich für mich wieder sagen, es ist was besonderes und habe ich so gesamt gesehen noch nicht gelesen. Das macht mir extrem Freude, weil es ja noch einen weiteren Teil geben wird und da bin ich dann definitiv auch wieder mit dabei! Fazit: Ein traumhaft dargestelltes viktorianisches Setting, Vampire, Geheimnisse… toll für alle, die nicht mit dem Mainstream schwimmen wollen, sich nicht von der Seitenzahl abschrecken lassen und gerne mal einem Erstlingswerk eine Chance geben. Hier wird man nicht enttäuscht!
