Abgebrochen.
Vom Schreibstil her ist der Thriller kurz und knackig. Lässt sich deshalb gut lesen. Die Erzählstränge sind mir jedoch zu verwirrend und ohne Vorkenntnisse kommt man schlecht in die Geschichte, da Wissen aus den Vorgängern fehlt. Das ist auch der Grund warum ich mit den Figuren so gar nichts anfangen konnte.
Band 1 kenne ich nicht. Band 2 hatte ich bereits abgebrochen.
Das Cover von "Böses Schweigen" ist farblich schon mal die richtige Einstimmung auf einen schönen Thriller. Und auch im Buch geht es gleich zur Sache sowie zügig voran. Die Kapitel sind schön kurz und lassen sich dadurch schnell und flüssig lesen. Die Story spielt auf mehreren Ebenen. Zum Teil weit in der Vergangenheit des Nazi-Deutschlands, zum Teil in der unmittelbaren Vergangenheit von Sophie sowie im Hier und Heute. Wo man sich gerade befindet ist durch den Schreibstil sehr gut zu erkennen.
Der frühere Chefinspektor Levi Kant bekommt durch einen Boten einen Brief zugestellt. Dieser ist allerdings schon drei Jahre alt und stammt von der Toten Schauspielerin Sophie. Die Zusammenhänge ihres Todes wurden nie aufgeklärt und die Akte gesperrt. Damit ist Levis Interesse geweckt und er beginnt in dem Cold-Case zu ermitteln. Zu Hilfe kommt ihm die Psychiaterin Olivia Hoffmann, die selbst noch auf der Suche nach ihrem verschwundenen Mann und ihrer Tochter ist. Zusammen ergeben die beiden ein tolles Team.
Sehr gut gefallen hat mir der Aufbau des Spannungsbogens. Man wird in die Irre geführt und von unerwarteten Entwicklungen überrascht. Auch die verschiedenen Erzählstränge machen das Buch sehr abwechslungsreich und lesenswert.
Mir persönlich hat der Thriller sehr gut gefallen, zumal ich es mag wenn mehrere Ebenen am Ende zueinander führen und plötzlich Sinn ergeben. Eine klare Leseempfehlung für aller Thriller- und Krimifans.
Den Inhalt werde ich nicht weiter besprechen.
Meine Meinung :
Leider konnte mich dieser Band nicht so ganz überzeugen. Er war spannend, ja, wie immer. Nur fehlte es mir eindeutig an der Zusammenarbeit der Charaktere. Während in den Vorgängerbänden eindeutig an einem Strang gezogen wurde um den kniffligen Fall zu lösen, schien hier jeder sein eigenes Süppchen zu kochen. Früh war mir klar, worauf der Plot hinaus laufen würde. Zu oft hab ich gedacht "Kriegt ihr jetzt mal endlich die Kurve". Dann kam auch schon die (von mir erwartete) Auflösung. Das Happy End war dann natürlich auch nicht mehr weit.
Da habe ich schon wesentlich besseres des Autorenduos B. C. Schiller gelesen.
Insgesamt eine tolle und stimmige Reihe mit 3 spannenden Cold Cases gestrickt um die privaten Tragödien des Ermittlerduos.
Normalerweise bin ich von Büchern oft begeistert, die von Autorenpaaren geschrieben wurden. Jedoch kann ich das über "Böses Schweigen" leider nicht behaupten, denn ich hatte während des Lesens immer wieder das Gefühl, dass während des Schreibens nicht ausgiebig miteinander gesprochen wurde und die Sätze, Aufbauten etc einfach nicht miteinander harmonieren. Die Idee der Geschichte war gar nicht verkehrt, jedoch wurde in meinen Augen das Potential, welches diese mit sich brachte, nicht ausgiebig ausgeschöpft.
Es geht um den Mord an Sophie Bernstein, einer mittelmäßigen Schauspielerin, welche Besessen davon war nachzuweisen, dass das berühmte Gemälde eigentlich in ihren Besitz gehört und dadurch einen Kampf gegen eine einflussreiche Familie vor Gericht verloren hat. Der Fall liegt 3 Jahre zurück, als Levi Kant ihn wieder aufnimmt und den Hinweisen auf die Spur ging. Er ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wie sehr er in den Fall bereits involviert war und bringt damit nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner Frau Rebecca in Gefahr.
Ich weiß gar nicht so recht, was ich zu diesem Buch noch sagen soll...Ich wahr ehrlich gesagt froh, als ich es beenden konnte und nicht weiter lesen musste. Für mich waren die Charaktere alle sehr blass, ich hatte nicht das Gefühl eine Verbindung zu ihnen aufbauen zu können und habe es auch nicht geschafft auch nur einen der Charaktere auch nur annähernd einschätzen zu können. Auch die Gespräche wirkten alle sehr aufgesetzt und krampfhaft - würde man sich diese im realen Leben oder in einem Film vorstellen, es würde nicht wie ein normales Gespräch wirken, sondern gestellt und nicht ehrlich.
Die Rückblenden von Sophie in die Zeit vor ihre Ermordung sollten spannend wirken, aber auch dort hatte ich nicht das Gefühl bekommen, dass ich unbedingt wissen muss, wie es wohl weitergehen wird. Die Geschichte war auf ihre Art vorhersehbar, man ahnte immer wieder, was kommen würde, fragte sich aber bei manch anderen Situationen wieder, was diese mit der Geschichte zu tun haben und bekamt dadurch das Gefühl, dass diese Abschnitte nur geschrieben wurden, um die Seiten zu füllen (z.B. die Aufnahme einer Patienten bei sich zu Hause von der Psychologin Olivia - ich meine: Why??).
Das Buch habe ich zusammen mit meiner Freundin Nadine gelesen und wir waren uns beide durchweg einig - für uns war es das erste Buch des Autoren-Duos, aber ich glaube nicht, dass einer von uns noch einmal dazu greifen wird. Ich danke ehrlich&anders für das Rezensionsexemplar, aber ich kann das Buch leider nicht besser bewerten, denn es wäre anderen Büchern in dem Genre gegenüber nicht fair, weshalb ich das Buch nur mit 1,5 Sternen bewerten kann.