Ruhig erzählter Ermittlerkrimi, mit langsamen Spannungsaufbau
. Der Schreibstil ist unkompliziert und gut lesbar — trotzdem wirkt der Anfang zäh und braucht Geduld. Erst nach und nach nimmt die Geschichte Fahrt auf. Etwa ab der Hälfte liest sich das Buch fast wie eine amerikanische Crime-Serie: die Abläufe werden dynamischer, die Szenen dichter — und irgendwann legt man es tatsächlich nicht mehr aus der Hand. Besonders gelungen sind die Einblicke in die Charaktere und die Spannungen im Ermittlerteam. Gestört hat mich jedoch das ständige Hin- und Herspringen zwischen zwei Fällen, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Das unterbricht den Lesefluss und nimmt der Hauptgeschichte zwischendurch die Spannung. Insgesamt ist „Fatales Versprechen“ kein actionreicher Thriller, sondern ein Krimi mit langsamer Entwicklung, der am Ende deutlich anzieht. Empfehlenswert für alle, die atmosphärische Ermittlungen mögen — und bereit sind, dem Buch Zeit zu geben, bis es richtig packt.

