Mit dir durchs All war für mich einer dieser Manga, bei denen man nach ein paar Seiten schon merkt, dass hier etwas ganz Besonderes entsteht. Ich hatte eine ruhige Slice-of-Life-Geschichte erwartet, bekommen habe ich aber einen Manga, der unglaublich einfühlsam, ehrlich und gleichzeitig überraschend emotional ist. Vor allem die Art, wie Doronoda Sensei mit seinen Figuren umgeht, hat mich komplett abgeholt. Im Mittelpunkt steht Yamato, der gefühlt sein ganzes Leben lang aneckt. Egal ob in der Schule oder bei seinen Nebenjobs – ständig passieren ihm Fehler und dadurch wird er von seinem Umfeld schnell als Problemkind oder Rowdy abgestempelt. Was ich dabei aber extrem stark fand: Der Manga macht nie den Fehler, Yamato einfach nur als „coolen Rebellen“ darzustellen. Man merkt stattdessen sehr schnell, wie frustriert und erschöpft er innerlich eigentlich ist, weil er selbst nicht versteht, warum ihm Dinge so schwerfallen, die für andere selbstverständlich wirken. Dann kommt Keisuke neu in die Klasse und ab da entfaltet die Reihe seine eigentliche Stärke. Keisuke wirkt zuerst seltsam, fast weltfremd, aber gerade dadurch entsteht zwischen den beiden eine Verbindung, die sich unglaublich natürlich anfühlt. Besonders mochte ich, wie die Gespräche der beiden oft etwas unbeholfen sind, aber trotzdem mehr Ehrlichkeit besitzen als vieles, was man sonst in Coming-of-Age-Manga liest. Eine meiner Lieblingsstellen im Band war der Moment rund um Keisukes Notizbuch. Für andere Mitschüler ist es nur irgendein seltsames Heft voller Gedanken und Beobachtungen, aber für Keisuke bedeutet es sichtbar die ganze Welt. Dass Yamato sich ausgerechnet dort schützend vor ihn stellt, obwohl er selbst genug Probleme hat, war der Punkt, an dem mich der Manga endgültig hatte. Gerade diese kleinen, menschlichen Momente wirken hier unglaublich stark. Was den Manga für mich aber wirklich besonders macht, ist wie sensibel er neurodivergente Lebensrealitäten behandelt. Nicht belehrend, nicht künstlich dramatisch und vor allem nie mit erhobenem Zeigefinger. Stattdessen zeigt der Manga einfach den Alltag zweier Jungen, die ständig das Gefühl haben, irgendwie nicht richtig in ihre Umgebung zu passen. Dadurch wirken viele Szenen fast schon schmerzhaft authentisch. Auch zeichnerisch hat mich der Band komplett überzeugt. Die Charaktere wirken oft etwas rau und unperfekt, aber genau das passt perfekt zur Stimmung der Geschichte. Gerade in den emotionaleren Szenen transportieren die Gesichtsausdrücke extrem viel Gefühl, ohne dass dafür große Worte nötig wären. Gleichzeitig schafft es Doronoda Sensei immer wieder kleine ruhige Momente einzubauen, die dem Manga eine fast schon warme Atmosphäre geben. Mit dir durchs All Band 1 ist für mich ein unglaublich ehrlicher, emotionaler und menschlicher Auftakt geworden, der weit mehr ist als nur ein typischer Slice-of-Life-Manga. Die Dynamik zwischen Yamato und Keisuke fühlt sich schon nach diesem ersten Band besonders an und ich hatte beim Lesen ständig dieses Gefühl, zwei Menschen dabei zuzusehen, wie sie sich gegenseitig langsam Halt geben. Genau solche Geschichten bleiben bei mir am Ende am längsten im Kopf hängen.
Ganz anders als erwartet …
Der erste Band sollte von jedem Lesenden gelesen werden! Verdammt, das geht ans Herz und macht einem aber auch so viel bewusst, wie jeder Mensch seine Umgebung anders wahrnimmt oder sich mit Hilfsmitteln unterstützen muss, damit er oder sie mit den als „normal“ wahrgenommenen anderen mithalten kann. Und trotzdem werden diese Menschen ständig niedergebuttert, weil sie nicht in die Maschinerie an arbeitfsähigem „Material“ passen. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht. :)
Das Spektrum - Der Manga!
Wie wundervoll war dieser Start bitte?! Ich hab mich SO verstanden gefühlt ey. 😂 Die Charaktere haben alle ihre Eigenheiten, die hier verständlich gemacht werden, statt sich drüber lustig zu machen, dass jemand anders ist. Es wird weder als etwas Negatives dargestellt noch sonst was, sondern eben einfach nur anders und das ist so dermaßen wundervoll. Der Stil ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, passt in meinen Augen aber zur Story und ich war VOLL drin! 💖
Das hat soviel Spaß gemacht zu lesen. Ich liebe die beiden Main Charaktere und ich weiß gar nicht was mich jetzt so direkt zum weiterlesen angeregt hat aber es hat Spaß gemacht und manchmal reicht das auch einfach aus. Der Zeichenstil ist erstmal gewöhnungsbedürftig aber dadurch werden die Emotionen so gut dargestellt. Top!

»Vielleicht ist Yamato ja auch viel mehr als nur „ein Punkt”.«
„Ich hab Panik. Und ich schäme mich.” „Es ist uns peinlich, wenn andere unseretwegen Scherereien haben ... Wir haben Angst davor, dass rauskommt, dass wir etwas nicht kapiert haben.” Ich war länger unschlüssig, ob ich die Reihe lesen möchte oder nicht. Und ich bin so froh, mich dafür entschieden zu haben. Könnte mich gerade dumm und dusselig zitieren. So viele Stellen haben mich berührt, getroffen. Auf den ersten Blick wirken Yamato und Keisuke vollkommen unterschiedlich. Aber sie haben mehr gemeinsam, als selbst sie im ersten Moment merken. Yamato wirkt - absolut nicht ungewollt - erstmal wie ein an allem desinteressierter Rowdy. Aber in seinem Kopf kreisen die Gedanken, hauptsächlich negative, und hören nicht auf. Er weiß, was die anderen alle über ihn denken und sagen. Er will etwas ändern, weiß aber nicht wie und hat sich eigentlich schon entschieden, aufzugeben, immerhin haben alle anderen ihn ja eh schon aufgegeben. Kurz bevor er dann eine noch viel größere Dummheit begehen kann, steht sein neuer merkwürdiger Klassenkamerad Keisuke vor ihm, was ihn aus dieser Situation rettet. Und für die beiden Jungs beginnt langsam etwas, was beide so noch nicht kennen. Yamato ist Keisuke gegenüber überraschend aufmerksam und rücksichtsvoll. Und Keisuke kann Yamato seine "Probleme" erklären, ohne ausgelacht zu werden. Stück für Stück lernen beide übereinander und voneinander. Und ich glaube, auch Subaru, der sich anderen gegenüber nicht gut ausdrücken kann, keine Freunde hat und anscheinend depressiv ist, wird von dem Umgang der beiden miteinander etwas lernen können. Wenn die Reihe das Niveau hält, wird das eine ganz wundervolle Reise werden 🥹 ❤️
Rowdy Yamato hat es nicht leicht. Er dümpelt von Aushilfsjob zu Aushilfsjob. Ständig läuft etwas dabei schief und er ist kurz davor aufzugeben. Plötzlich tritt jedoch ein neuer Klassenkamerad auf den Plan. Keisuke ist irgendwie noch seltsamer als Yamato und wird schnell zur Zielscheibe der Mitschüler. Diese haben nämlich sein heisgeliebtes Notizbuch entdeckt. Yamato hilft den neuen Mitschüler und erkennt, dass er diesen und seine Freundschaft braucht um selbst im Leben besser klar zukommen.
Der Manga war gut. Die Story und Idee dahinter ansprechend. Zwei Jungs, der eine kann sich seinen Mitmenschen nicht mitteilen und hat daher auch Probleme im Job. Der andere, etwas anders als alle und ein wenig besonders, kann ohne sein Notizbuch kaum den Alltag bewältigen. Man merkt das es in Yamato unheimlich zu arbeiten beginnt und er sich aufgrund der Freundschaft zu Keisuke und dem Verständnis für ihn und dessen speziellen Bedürfnissen verändert, was auch ihm bei seinen Problemen hilft.
Bin sehr begeistert!
Dieser Manga hat mich überraschend tief berührt. Keisuke und Yamato könnten auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein, und genau das macht ihre aufblühende Freundschaft so faszinierend. Ich konnte mich mühelos in beide hineinversetzen – in ihre Unsicherheiten, ihre Eigenheiten und die langsame Annäherung, die so authentisch erzählt wird. Besonders hängen geblieben ist mir der Satz: „Vielleicht ist Yamato ja auch viel mehr als nur ein Punkt.“ Dieses Zitat fasst für mich die Kernbotschaft perfekt zusammen: Hör auf, Menschen in Schubladen zu stecken. Schau hinter die Fassade. Lass dich überraschen. Für mich hat dieser Band genau den richtigen Ton getroffen – warmherzig, humorvoll und mit einer Tiefe, die nachhallt. Ein 100%-Treffer für meinen Geschmack.






