
Irgendwie verrückt, dennoch tiefgründig und vor allem traurig.
Als ich das Cover gesehen habe, war ich etwas skeptisch, denn der Titel und Cover, sind ja doch etwas speziell, und die Idee mit den Monsterköpfen klingt komplett verrückt, und genau das macht den Manga irgendwie so stark. Menschen bekommen diese Monsterköpfe, wenn sie innerlich vom Druck anderer oder der Gesellschaft zerquetscht werden. Der Hauptprotagonist Takashi hat mich dabei echt am meisten getroffen. Wegen seiner dunklere Haut wird er gemobbt, gleichzeitig weiß er schon lange dass er schwul ist, kann es aber niemandem sagen. Nicht mal dem Lehrer, in den er sich verliebt hat. Und ausgerechnet dieser Lehrer macht einen homophoben Kommentar, den Takashi mitbekommt und ihm damit irgendwie den Boden unter den Füßen wegzieht. Als Takashi sich den Tod wünscht und stattdessen zu einem Monster wird, verändert sich plötzlich jedoch alles. Seine Angst wird mehr zu Wut und Gleichgültigkeit, er tritt den Menschen die ihn sonst gemobbt haben mit neu gewonnenen Selbstvertrauen entgegen und lässt sich nicht mehr gefallen. Genau das war irgendwie stark zu sehen. Der Manga ist verrückt erzählt, aber da steckt leider viel Wahrheit drin, der Mangaka hatte den Manga damals gezeichnet, um mit seinem eigenen Outing, den Erfahrungen und seinen Gefühlen umzugehen, und das merkt man hier sehr deutlich, denn da steckt viel wahre Liebe drin. Und wie manche Menschen andere behandeln, nur weil sie nicht ins normale Bild passen, haben wir ja alle schon mal selber erlebt, ich zumindest kann mich da sehr gut hineinversetzen. Ein Stern Abzug nur dafür, dass die Story zu schnell erzählt wird. Ich denke mit ein paar mehr Bänden hätte man vieles noch stärker erzählen können. Dennoch eine Empfehlung an dieser Stelle. 4/5



