Das verstoßende Mädchen ist der Auftaktband der historischen Reihe Die Töchter von Innsbruck von Lotte Römer. Innsbruck 1881: Fannerl wächst als Tochter eines wohlhabenden Kaufmanns in behüteten Verhältnissen auf und wird bald den jungen Johann heiraten. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters verändert sich ihr Leben jedoch grundlegend. Ihre Mutter möchte schnell wieder heiraten, doch der zukünftige Ehemann stellt die Bedingung, dass Fannerl das Haus verlassen muss, da er wegen ihres ungewöhnlich Aussehens glaubt, sie bringe Unglück. Die Mutter schickt Fannerl zur Wäscherin Franza ins Sellraintal. Dort beginnt für sie ein arbeitsreicher und harter Alltag. Sie muss die schmutzige Wäsche wohlhabender Innsbrucker Bürger waschen. Wird Fannerl sich an das entbehrungsreiche Leben gewöhnen? Wird das Sellraintql eine neue Heimat? Wird sie Johann wiedersehen? Der Roman hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Der Schreibstil ist angenehm leicht und flüssig, sodass man mühelos in die Geschichte eintaucht. Besonders gelungen ist die bildhafte Ausdrucksweise, Schauplätze und Lebensumstände sind gut beschrieben. Der starke Gegensatz zwischen Fannerls früherem und ihrem neuen, entbehrungsreichen Alltag im Sellraintal wird sehr eindrucksvoll geschildert. Vor allem die harte Arbeit der Wäscherinnen werden lebendig und nachvollziehbar dargestellt. Die Figuren wirken durchweg authentisch und liebevoll ausgearbeitet. Fannerl ist eine starke und mutige Protagonistin, die sich nicht unterkriegen lässt. Auch die Nebenfiguren – darunter ihre Familie, Johann und sein Vater sowie Franza, Rosi und Peter aus dem Sellraintal – fügen sich stimmig in die Handlung ein und verleihen der Geschichte eine schöne Tiefe. Besonders gefallen hat mir die eher ruhige und behutsam erzählte Liebesgeschichte zwischen Fannerl und Johann, die zunächst tragisch endet. Beide sind in den gesellschaftlichen Zwängen gefangen. Fazit: Ein bewegender Auftakt mit einer starken Protagonistin und eindrucksvoll beschriebenen Schauplätzen. Wer historische Romane mit Gefühl, Spannung und authentischem Hintergrund mag, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen. Ich bin nun gespannt auf den 3. Band.
Schöner historischer Roman mit viel Atmosphäre, Herz und Wertschätzung für die 'einfachen Arbeiter' der damaligen Zeit und den Dingen, die wahrer Reichtum bedeutet. Gut ausgearbeitete, lebendige Figuren und fesselnder Handlungsverlauf, der zum Schluss alle offenen Ende schlüssig und angenehm abschließt.

Eine Geschichte über Familie, Freundschaft und Verbundenheit
Innsbruck 1881: Fannerl führt als Kaufmannstochter ein privilegiertes Leben. Bald will sie den jungen Johann heiraten. Doch dann stirbt ganz überraschend ihr geliebter Vater und ihr Leben gerät aus den Fugen, denn Fannerls Mutter will rasch wieder heiraten. Der neue Mann stellt eine Bedingung: Er ist nur zu der Ehe bereit, wenn Fannerl die Familie verlässt. Wegen ihrer ungewöhnlich hellen Haare und einer Haut wie Porzellan glaubt der Stiefvater, dass das Mädchen ihm Unglück bringt. Die Mutter schickt Fannerl zur Wäscherin Franza ins Sellraintal. Plötzlich soll sie die Dreckwäsche der vermögenden Innsbrucker Bürger im eiskalten Gletscherwasser waschen. Dieser Roman hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Ich habe die Zeit, das damalige Leben und die Tiroler Landschaft förmlich gespürt. Die Geschichte über Familie, Freundschaft und Verbundenheit hat mich tief berührt — ich konnte mich in Fannerl hineinversetzen, mit ihr hoffen, bangen und mitleiden. Genau so fühlt sich für mich ein wirklich guter Roman an: nah, bewegend und lange nachklingend. Teil zwei ist bereits bestellt, denn ich bin sehr gespannt, wie es mit Fannerls Schwester Elsa weitergeht. Für mich eine absolute, persönliche Leseempfehlung!

Ein stiller Kampf um Würde, Hoffnung und ein kleines bisschen Glück
🪷🧺🏔️🕊️💧🩶🪻📜 Was für eine Reise… „Das verstoßene Mädchen“ von Lotte Römer ist kein Buch, das man einfach nur liest, man watet förmlich mit Fannerl durch eiskalte Gebirgsbäche, während einem gleichzeitig das Herz schwer wird. Und ja, ich gebe’s zu: Ich hab das Buch nicht in einem Rutsch gelesen, aber es hat mich definitiv gepackt. Die Geschichte spielt im historischen Innsbruck und führt uns tief hinein ins entbehrungsreiche Sellraintal, und zwar in eine Zeit, in der ein falscher Blick oder ein unpassendes Äußeres schon reichte, um verstoßen zu werden. Genau das passiert Fannerl Nader, der man wegen ihrer außergewöhnlich hellen Haut und Haarfarbe nachsagt, sie bringe Unglück. Spoilerfrei gesagt: Ihre Kindheit nimmt ziemlich abrupt ein bitteres Ende, als ihr Vater stirbt und sie plötzlich als Last empfunden wird. Kein schönes Willkommen im Erwachsenenleben. Fannerl landet schließlich als Wäscherin auf einem abgeschiedenen Hof, und dort beginnt ihr eigentlicher Kampf. Was ich an ihr besonders mochte: Sie gibt sich nicht auf. Auch wenn sie oft allein ist, sich durchbeißen muss und vieles einfach unfassbar unfair erscheint, wächst sie innerlich und bleibt aufrecht. Nicht auf diese „Ich-schaffe-alles-mit-Leichtigkeit“-Art, sondern mit leisen Schritten, viel innerem Ringen und echtem Mut. Der Schreibstil von Lotte Römer passt wunderbar zum Setting: ruhig, stimmungsvoll, aber nie altbacken oder trocken. Man spürt die Kälte der Gletscherbäche fast auf der eigenen Haut, und die Härte der damaligen Zeit legt sich wie Nebel über jede Seite. Und trotzdem blitzt immer wieder so ein kleiner Funken Hoffnung durch, wie Sonnenlicht das durch Wolken bricht. Die Handlung ist eher ruhig, aber genau das macht ihren Reiz aus. Es geht nicht um spektakuläre Wendungen, sondern um das, was Menschen im Innersten zusammenhält (oder auseinanderbrechen lässt). Und auch wenn ein bisschen Liebe in der Luft liegt, im Fokus steht ganz klar Fannerls persönliche Entwicklung und ihr Versuch, irgendwo da draußen einen Platz zu finden, der sich wie Zuhause anfühlt. Von mir gibt’s 4 von 5 Sternen, weil mich die Atmosphäre und Fannerls Geschichte wirklich berührt haben, auch wenn ich mir an manchen Stellen noch ein bisschen mehr Tiefe oder Tempo gewünscht hätte. Aber alles in allem ein wirklich gelungenes historisches Debüt, das Lust auf die Fortsetzung macht.

Wirklich ein schönes Buch
Innsbruck 1881: ein junges Mädchen namens Fannerl, blonde Haare und helle Haut, wächst in einem behüteten Zuhause auf. Verliebt in den jungen Johann aus reichem Hause. Doch dann...Fannerls Vater stirbt. Ihr sorgenloses, gutes Familienleben zerbricht. Die Mutter muss neu heiraten, der Mann...ein selbstgefälliger Mensch, verstößt Fannerl, aufgrund ihrer hellen Haut und ihrem blonden Haar. Doch wohin? Für Fannerl beginnt ein Albtraum. Ihr Zuhause weg, Johann weg und den einzigen Weg den sie gehen kann, ist runter ins Sellraintal. Zu der mürrischen Wäscherin Franza. Sie muss lernen Wäsche zu waschen, um irgendwie zu leben. Die Sehnsucht nach ihrer Familie ist groß, kein Reichtum, keine warme Kleidung und kein warmes Bett, all dies fehlt ihr. Doch Fannerl ist eine Kämpferin. Wie sie kämpft und was Sie auf ihrem Weg erlebt, findet ihr heraus, wenn ihr das Buch lest. Ein toller Roman, aus einer Zeit, in der man nicht mal geahnt hat dass es sowas wie Waschmaschinen geben könnte. Ein Buch über Verlust, Trauer, Freude, Verzweiflung und Liebe und Freundschaft. Ich mochte den Schreibstil der Autorin sehr. Dies ist mein erster historischer Roman. Im Rahmen eines Readalong von Tandemcollectiveglobal konnte ich in dieses Genre reinschnuppern. Und ich denke....dies war nicht das letzte Buch aus dieser Richtung.

Historischer Roman aus dem Tiroler Land
„Das verstoßene Mädchen“ von Lotte Römer ist Band 1 ihrer „Die Töchter aus Innsbruck“- Reihe und spielt im wunderschönen Sellraintal. Ich lese selten historische Romane, aber diesen habe ich zusammen mit dem „Fiction Addiction“ Buchclub gelesen und die Geschichte, rund um Fannerl, hat mich wirklich sehr berührt. Ich habe schon ein paar Bücher der Autorin Lotte Römer gelesen und muss sagen, dass ihr Schreibstil wirklich sehr abwechslungsreich ist. Die emotionalen Geschichte, die im Jahr 1881 spielt und sich rund um Fannerl und ihre Familie dreht, hatte mich vom ersten Kapitel an gefesselt und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Lotte Römer beschreibt die Protagonisten, die Handlungsorte und den Beruf der Wäscherin mit viel Liebe zum Detail, so konnte ich mir bildlich alles sehr gut vorstellen und komplett in die Story eintauchen. „Das verstoßene Mädchen“ ist ein Roman, der mich sehr berühr hat, ich bin schon gespannt auf Band 2 und kann euch das Buch wirklich sehr empfehlen, wenn ihr historische Romane aus dem Tiroler Land lest.
Fannerl hat alles, was sich ein junges Mädchen, in Innsbruck im Jahr 1881 wünschen kann. Obwohl sie mit ihrem Aussehen nicht sehr glücklich ist, sie hat ihrer Meinung nach zu helles Haar und zu helle Haut. Doch trotzdem macht ihr der Johann den Hof, ein fescher und wohlhabender junger Mann. Aber wie das Leben so spielt, geht auf einmal alles Berg ab und am Ende hat Fannerl vielleicht nicht mal mehr ein Dach über dem Kopf. Ich gestehe jetzt, das ich mir anfangs schwer getan habe mit dem Buch. Weder hatte ich Lust es zu lesen, noch hat mich das Thema interessiert, aber es ist das monatliche Buchclub Buch und deswegen habe ich mich doch dazu entschieden. Und als ich dann mal drin war, habe ich das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen, geliebt und gelitten. Es ist ein absolutes Highlight für mich! Fannerl hat so eine geniale Entwicklung im laufe der Geschichte durchgemacht, das ich jetzt extremen Respekt vor ihr habe, und vor allen Wäscherinnen der damaligen Zeit. Besonders fasziniert hat mich ihrer Tante Franza, eine starke Frau, ohne die das Buch nicht so genial geworden wäre. Ich bin immer noch ganz hin und weg von dem Buch und es kommt wirklich selten vor, das ein nicht Fantasybuch, für mich ein Highlight ist. Von mir gibt es eine ganz große Empfehlung für diesen wunderschönen Roman, über die Wäscherinnen vom Sellraintal.

Toller historischer Roman
📚💧„Aber ich will kein Alleinstellungsmerkmal!“ – Willkommen im Innsbruck des Jahres 1881. Wo Waschen Knochenarbeit war und Träume oft unter der Schürze versteckt wurden. Lotte Römer nimmt uns mit in eine vergangene Welt, die nach Kernseife, Flusswasser und Mut riecht. Das verstoßene Mädchen ist mehr als ein historischer Roman – es ist ein Eintauchen in das Leben der Wäscherinnen, in Schicksale voller Stolz, Schmerz und Stärke. Gelesen im monatlichen Fiction Addiction Buchclub – und was soll ich sagen: Wir waren uns einig – toll recherchiert, tiefgründig und berührend. Für mich war es, als würde ich durch die Seiten zurück in meine Kindheit waten: „Baden in der Ilz, Apfelstrudel. Geschichten meiner Mutti, die aus Berchtesgaden stammt.“ Mit viel Gefühl und historischer Tiefe lässt Römer Figuren entstehen, die einem ans Herz wachsen – und dort bleiben. Besonders Fannerl, die sich nichts sehnlicher wünscht, als einfach dazuzugehören. Wie sagte mein Sohn Vincent mal: ‚Ich will auch Leon oder Philipp heißen. Wie alle anderen im Kindergarten.‘“ Doch manchmal muss man nicht mit der Masse gehen. Dieser Roman hat mich bewegt. Er ist roh, ehrlich und wunderschön geschrieben. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ von Herzen.







