
Pinienduft mit Herznote ist eine kurze, emotionale und unterhaltsame Wohlfühlgeschichte über Enttäuschung, Mut und neue
Meine Meinung: Manchmal braucht es einen Neuanfang an einem Ort, der nach Sonne, Freiheit und Möglichkeiten duftet. Genau dieses Gefühl hat mir Pinienduft mit Herznote vermittelt – eine romantische Wohlfühlgeschichte mit Herz, Schmerz und Urlaubsflair. Mira war mir von der ersten Seite an sympathisch. Ihre tiefe Liebe zu ihrem langjährigen Freund und Verlobten Max ist deutlich spürbar, ebenso ihr Wunsch nach einer gemeinsamen Zukunft. Umso härter trifft sie der Verrat, als sie Max in Frankreich überraschen möchte und ihn dort mit einer anderen Frau erwischt. Dieser Moment ist emotional sehr intensiv beschrieben und Miras Verletzung absolut nachvollziehbar. Ich habe sie dafür bewundert, dass sie trotz dieses Schocks ihren Urlaub nicht abbricht, sondern versucht, die Tage in Frankreich für sich zu nutzen. Bereits auf der Hinreise begegnet Mira Alexandro flüchtig – und das Wiedersehen in Frankreich ist kein Zufall, denn er ist der Sohn der Hausbesitzerin ihrer Unterkunft. Alexandro ist naturverbunden, sensibel und trägt selbst alte Wunden aus vergangenen Beziehungen mit sich. Er hat den Glauben an die große Liebe fast verloren – bis Mira in sein Leben tritt. Die Annäherung der beiden geschieht ruhig und behutsam, während Mira innerlich noch mit dem Vertrauensbruch von Max kämpft. Besonders gut gefallen hat mir die gemeinsame Bergwanderung von Mira und Alexandro. Die Beschreibungen der Natur, das Unterwegssein, Lagerfeuerromantik und die tiefen Gespräche haben mich vollkommen abgeholt. Hier konnte ich richtig mitfühlen und gedanklich mitreisen – für mich einer der stärksten Momente der Geschichte. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Einige Entwicklungen waren zwar vorhersehbar, dennoch versprüht die Geschichte eine schöne Wohlfühlatmosphäre. An manchen Stellen hätte ich mir noch etwas mehr Frankreich-Feeling gewünscht, um komplett in das Setting eintauchen zu können. Auch Miras Beruf als Pädagogin in einem Kinderdorf sowie die Konflikte an ihrer Arbeitsstelle fand ich spannend – davon hätte ich gern noch mehr gelesen, vielleicht in einer Fortsetzung. Das Ende kam für mich sehr plötzlich und bleibt bewusst offen. Wie geht es mit Mira und Alexandro weiter? Welche Rolle spielt Max künftig noch in ihrem Leben? Und wie entwickelt sich Miras berufliche Zukunft? Genau diese offenen Fragen machen große Lust, direkt zum zweiten Teil zu greifen.
