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Berührend und tiefgründig
Mit der Neuauflage gibt es auch ein neues Cover, welches mir sehr viel besser gefällt, denn es hat einen gewissen Wiedererkennungswert und passt super zu "Die Frau des Spatzen". Inhaltlich konnte mich der Roman von Beginn an packen, sodass ich ihn an einem Tag weggesuchtet habe. Die Protagonistin kehrt nach langer Zeit im Ausland in die Schweiz zurück, um sich mit ihrer, mittlerweile an Alzheimer erkrankten, Großmutter Erika zu versöhnen, mit der sie ein unglaublich schwieriges Verhältnis hatte seit dem Tod ihrer Eltern. Dabei trifft sie zufällig auf ihren engen Kinderfreund Tom. Beide nähern sich wieder an und allmählich fasst Olivia auch Vertrauen zu ihm. Dann gibt es noch den "Professor" André Edelmann, den ich von Beginn an äußerst unsympathisch fand, irgendwie versprühte er eine negative Aura. Die Charaktere sind toll ausgearbeitet. Durch die wechselnden Perspektiven erfährt der Leser jede Menge über die einzelnen Personen und erhält einen Einblick darin, mit welchen Dämonen jede von ihnen zu kämpfen hat. Dies ist meiner Meinung besonders gut gelungen, da so das Rätsel um das Unglück, welches Olivia und ihre Familie ereilte, in verschiedenen Facetten erscheint. Immer wieder werden durchgehend Andeutungen gemacht, aber erst ganz am Ende setzt sich das Puzzle vollständig zusammen und die Vergangenheit wird aufgeklärt. Vieles hätte man so absolut nicht erwartet und immer wieder denkt man sich: wow, was hat Olivia eigentlich alles durchstehen müssen? Was hat Erika all die Jahre mit sich herumgeschleppt? Hätten sie die Anzeichen gegenseitig eher wahrgenommen, wäre vielleicht das ein oder andere anders gelaufen? Astrid Töpfner verwebt in dieser Geschichte so viele verschiedene Themen auf besondere Weise, dass man am Ende denkt: Wow, was für eine Geschichte. Sie ist durchgehend spannend und durch diese nach und nach Auflösung fiebert der Leser mit und erkennt zunehmend das Ausmaß des Traumas und der Geheimnisse um den Tod von Olivias Eltern.

