Ein spezielles Buch, das eine sehr eigene Stimmung erzeugt
Dusapins Debutroman ist ein kleiner Schatz. Wir begleiten eine junge koreanische Frau im Winter im südkoreanischen Sokcho nahe der nordkoreanischen Grenze. Sie arbeitet in einer mittelmässigen Pension und führt ein eher tristes Leben zwischen einer kritisierenden Mutter und einem Freund, der sich nicht wirklich um sie kümmert. Eines Tages kommt ein Franzose in die Pension, und wirbelt ihr Leben durcheinander. Er ist Autor einer Serie von "Graphic Novels", und recherchiert für seine neuste Geschichte. Die Protagonistin wird zur inoffiziellen Touristenfphrerin für den Franzosen, und sie beginnt sich für ihn zu interessieren. Die sehr poetisch und suggestiv geschriebene Geschichte erzeugt eine sehr eigene Stimmung, die eher trübsinnig ist, aber stets etwas Hoffnung unter der Oberfläche vermuten lässt. Auch wenn ich nicht alles vollends verstanden habe, da die Sprache durch die poetische Art mitunter anspruchsvoll ist, so ist es ein sehr rührender und eindrücklicher Debutroman. Wer ruhige und introvertierte Stimmungen mag ist hier an der richtigen Adresse. Ich habs sehr gemocht.
