Schwächstes Finley-Buch bisher...
Man merkt, dass das eins ihrer frühen Bücher ist. Eden hat mit "Can't Say Goodbye" deutlich später noch ein Poly-/Throuplebuch geschrieben und das war SO viel besser. Delia, Roman und Xander haben keinerlei Tiefgründigkeit, kaum Kommunikation, die irgendwie realistisch wäre, die Bindung zwischen den dreien ist sehr viel körperlicher als für die tiefen Gefühle, mit denen sie schnell um sich schmeißen, ausreichen könnte. Die Selbsterkenntnis, die den Charakteren aus "Can't Say Goodbye" realistisch erzählt schwer fällt, mit vielen Zweifeln und Eifersucht einhergeht, ist hier gar kein Thema. Die Entwicklung zwischen den dreien ist wie mit einem Fingerschnips einfach plötzlich da. Eine Bindung baut sich so zu den Charakteren auch nicht wirklich auf - am Ende freut man sich dann doch irgendwie mit, aber das Leiden, das zwischendurch induziert wird, nimmt einen emotional dadurch gar nicht mit. Das Buch hatte trotz seiner verhältnismäßig wenigen Seiten Längen und dazu ist es im Gegensatz zu den neueren Finley-Büchern nicht im Präsens geschrieben und das tut der Geschichte nicht gut. Die Sprache wirkt so unnatürlich und gestelzt. Der Humor ist auch nicht ansatzweise so trocken und on point, wie in ihren späteren Büchern geliebt. Aber gut, so ist das eben mit frühen Werken und umso cooler, dass sie sich trotzdem zu einer richtig guten Autorin entwickeln konnte!
