
Definitiv was anderes, als ich sonst so lese. Der Zeichenstil ist sehr detailliert und realistisch, mit vielen “ugly faces” - passend zum Setting. Denn der junge Fan ist ein chinesischer Ingenieur, der bei den Luftangriffen auf Japan im Jahr 1937 seine Frau verloren hat. Um besser damit klarzukommen, entwickelt er eine mechanische Marionette, die ihr bis aufs Haar gleicht - und tritt mit ihr im Theater auf - wie es seine echte Frau tat. Währenddessen bekommt man viele Einblicke in den Alltag des Krieges - Kinder “spielen” auf den Straßen, versuchen etwas zu Essen aufzutreiben und den Tag rumzubekommen. Stationierte amerikanische Soldaten kreuzen den Weg, machen Tauschgeschäfte mit den Kindern und anderen Einwohnern. Kämpfen zusammen mit den Chinesen gegen die Japaner.. Die Graphic Novel fängt die verschiedenen Seiten, Hoffnung und Kampf ums Überleben wunderbar ein in extrem faszinierenden Zeichnungen. Der Mix aus einem Kriegs-China und philosophischen SciFi passt hier wunderbar zusammen und gibt dem ganzen nochmal einen ganz anderen Charakter. Man muss sich auf das Setting und alles einlassen, dann hat man definitiv Spaß dran. Wer damit eher nichts anfangen kann, der sollte es auch lieber sein lassen. Einen kurzen Blick ist's aber auf jeden Fall wert! Erscheinungstermin ist der 14.04.2026
