
Viel mehr als ein Pandemie Roman
Das Gedächtnis der Tiere von Claire Fuller ist eines dieser Bücher, bei denen es gar nicht so einfach ist, den Inhalt kurz zusammenzufassen. Im Grunde geht es um eine kleine Gruppe Freiwilliger, die während einer Pandemie als erste einen neuen Impfstoff bekommen soll. Doch als eine Mutation des Virus auftritt und fast die gesamte Menschheit auslöscht, entwickelt sich daraus eine überraschend tiefgründige und fesselnde Geschichte. Das Buch beschäftigt sich mit Fragen darüber, wie menschlich wir in Krisenzeiten wirklich sind, wie weit Menschen für ihr eigenes Überleben gehen würden und was passiert, wenn moralische Entscheidungen plötzlich lebenswichtig werden. Gleichzeitig geht es aber auch um Erinnerungen. Darum, welche Macht sie haben, welche Gefühle sie auslösen und wie sehr sie uns prägen. Durch diese Erinnerungen lernen wir außerdem einen ganz besonderen Oktopus kennen und erfahren nebenbei einige erstaunliche Fakten über diese faszinierenden Tiere, die ich wirklich sehr liebe. Obwohl ich eigentlich kein Fan von Pandemie-Romanen bin – die Realität hat mir da schon mehr als genug Stoff geliefert – bin ich wirklich durch die Seiten geflogen. Irgendetwas an der Mischung aus psychologischer Tiefe, moralischen Fragen und den unerwartet spannenden Oktopus-Momenten hat mich völlig in den Bann gezogen. Ein Buch, das sich schwer beschreiben lässt, aber definitiv im Gedächtnis bleibt.

















