Kind of a big disappointment for me as I was expecting 1) more from it and 2) something different. The story felt pretty sudden and rushed at times. (Nicht komplett Spoiler-frei) Meine finalen Gedanken: Puh, was ne Enttäuschung! Der Anfang hat mir noch gefallen und der Twist mit den Skandal hat mich auch noch überrascht aber danach ist alles irgendwie den Bach runter gegangen… Ich weiß nicht ganz wie ich das erklären soll aber es kam mir teilweise ziemlich plötzlich, abgehakt und zu schnell über die Bühne gebracht vor? Like es war das, dann ist direkt das passiert und im nächsten Moment wieder was (ganz) anderes? Es ist unter Horror-Thriller eingeordnet und joaaa so ganz, naja… it’s kind of a big stretch. Ich hab mir irgendwie was komplett anderes unter dem Titel und dem Buch vorgestellt… Ja das ganze wurde durch den Molka Skandal irgendwo ausgelöst aber danach fiel es für mich ziemlich in den Hintergrund… Ich dachte irgendwie es würde eher um das Beobachten etc an sich gehen auch durch die beiden Sätze auf dem Cover… (wobei die im Nachhinein auch irgendwo passen) Ich denke man hätte noch mehr aus der Geschichte rausholen und ausschweifen können, sodass alles evtl etwas mehr Sinn gemacht hätte und zT nicht so abgehakt und zusammenhangslos dasteht… aber dafür war das Buch bisschen kurz. Bekommt von mir 2/5 weil es für mich wirklich enttäuschend war und ich mir mehr erhofft hatte… it just felt a little rushed at times.
Dahye lebt mit ihren Eltern in Seoul und ist unsterblich in Hyukjoon verliebt – den millionenschweren Erben eines Medienimperiums. Er trägt sie auf Händen, kauft ihr teure Kleidung und führt sie in exklusive Restaurants aus, bis ein heimlich gefilmtes Video der beiden ins Internet gerät. Das intime Material verbreitet sich, und um den Ruf von Hyukjoon zu retten, schickt sein Vater ihn über den Pazifik. Dahye bleibt zurück – mit tief sitzendem Schock, stiller Verachtung gegenüber ihren Eltern und der Trauer um ihre Schwester, die vor einigen Jahren verloren hat. Im Kellerbüro ihrer Arbeitsstelle filmt der junge IT-Techniker Junyoung die Damentoiletten. Er besitzt ein Arsenal aus ungefähr vierzig Kameras und genießt das Wissen darüber, welche Kollegin welche Unterwäsche trägt. Als Dahye schließlich in sein Blickfeld gerät, entwickelt er eine noch intensivere Obsession. ➸ Das Wort "Molka" (Aussprache [ˈmɑeˌka], Abkürzung für mollae-kamera) ist ein koreanischer Begriff für illegal installierte und versteckte Minikameras und ein ernstes gesellschaftliches Problem in Südkorea. Bereits im Vorwort erwähnt Monika Kim, dass die Opfer vorwiegend Frauen sind, deren voyeuristische Aufnahmen aus Toiletten, Umkleidekabinen oder privaten Räumen im Internet verbreitet werden. Eine Molka-Epidemie also, die regelmäßig das Leben weiblicher Personen zerstört, während die eigentlichen Täter – überwiegend Männer – oft nur milde Strafen für die Aufnahmen und deren Verbreitung erhalten. Nichts davon ist neu für mich, aber es sorgt trotzdem für ein ungutes Gefühl in der Magengegend und lässt die Wut über diese Ungerechtigkeit wachsen. Als weitere Zutat verspricht die Story übernatürliche Elemente, und das sind eigentlich die besten Voraussetzungen, um dieses Buch zu einem Highlight für mich zu machen – nur leider war ich am Ende eher enttäuscht. Das lag zum einen daran, dass die von mir erhoffte Rachegeschichte weit hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben ist. Es gab auf den letzten Seiten durchaus Female-Rage-Momente, aber leider nur in sehr homöopathischer Dosis. Außerdem wirkt Dahye als Hauptprotagonistin zwar real, aber ihr Hass und ihre Wut waren eher beschrieben als spürbar. Mir hat das Bedürfnis gefehlt, sie anfeuern zu wollen, ebenso wie die Glaubwürdigkeit, dass sie tatsächlich für ihre Gerechtigkeit kämpft. Für mich lag es also weniger am Thema als an der fehlenden emotionalen Intensität. Stellenweise erinnerte mich "Molka" auch an Kylie Lee Bakers "Bat Eater", allerdings verwebt letzteres Buch gesellschaftliche Kritik und unheimliche Elemente deutlich stimmiger. Nichtsdestotrotz erreicht Monika Kim das, was sie erreichen wollte: Sie lenkt den Blick auf ein Thema, das definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient. Der Horror liegt hier in der Realität, und auch wenn das Buch kein Highlight war, gibt es dennoch eine Leseempfehlung von
Wichtiges Thema, schwächelnde Umsetzung
Nach "Das beste sind die Augen" hatte ich mich sehr auf das neue Werk von Monika Kim gefreut und hatte hohe Erwartungen. Diese haben sich leider nicht so ganz erfüllt, auch wenn das Thema heimlicher Videoaufnahmen hochaktuell und relevant ist. Mir kam in dem Buch leider die Charakterentwicklung viel zu kurz. Auch das Element des magischen Realismus fand ich eher verwirrend. Es war auch nicht so "gory" wie das Vorgängerwerk, was für viele Lesende ein Plus sein könnte.


