
𝙏𝙝𝙚 𝙁𝙪𝙧𝙮 𝙊𝙛 𝙆𝙞𝙣𝙜𝙨 von R. S. Moule ist der erste Teil der sogenannten Erlandsaga und das Debütwerk des Autors. Die Eindrücke zu diesem Buch zusammenzufassen ist gar nicht so einfach, denn mir ging beim Lesen vieles durch den Kopf, sehr unterschiedliche Dinge haben mich hier beschäftigt. Der Autor gestaltet eine interessante Welt mit einem auseinanderfliegenden politischen System. Die bisherige Ordnung scheint am Abgrund zu stehen, ausgelöst durch den unerwarteten Tod des Thronfolgers. Wie auf einem Spielbrett stehen sich nun verschiedene Parteien gegenüber und machen ihre Züge. Es ist eine Muli-POV Story und besonders die bisherigen Machtinhaber auf allen Seiten Punkten nicht gerade durch Sympathie. In der jüngeren Generation sehen wir dagegen Protas, die ihren Standpunkt noch finden müssen und wir begleiten sie dabei in diesem Buch. Vom Berg Eryispek rührt sich dagegen eine dunkle und wahrscheinlich sehr alte Macht und rührt den Topf der Dinge gewaltig um. Es ist eine politische Fantasygeschichte mit doch einigen grauen Charakteren. Manche Charaktere haben mir grossen Spass gemacht. Ich mochte es, wie der Autor deren Entwicklung und Veränderung beschrieben hat. Nichts destotrotz war das Tempo hier und da noch nicht ganz austariert. Manche Ereignisse kamen mir zu schnell. Da fehlt es noch an einer ruhigen Feder. Ich hatte den Eindruck, Moule wollte viele Ideen in diesen ersten Teil bringen. Dadurch wurde es mir manchmal etwas zu krauss. Unterm Strich aber war das ein gutes Buch. Ich habe es gern gelesen und ich empfehle es euch dringend.

