
Mairéad, eine junge Irin, kam für ihren Traum, eine Theater-Regisseurin zu werden, nach London. Immerhin, ans Theater hat sie es geschafft. Als Assistentin einer Kostümbildnerin. Sie ist für das waschen, reinigen, reparieren der Kostüme zuständig. Also eigentlich nicht das, wofür sie ihre Heimat verlassen hatte. Die Geschichte spielt im Jahr 2002. Wir erfahren von ihrem Alltag, wie sie versucht für den Job alles zu geben; sogar Doppelschichten legt sie ein. Ihre Kolleginnen beschäftigen sich gerne mit Klatsch und Tratsch und der Theaterproduzent ist ein Scheusal. Sie versucht es allen recht zu machen und stolpert dabei von einem Fettnäpfchen ins Nächste. Im wahrsten Sinne des Wortes. Sie ist schon ein echter Tollpatsch. Ein sympathischer. Auf der einen Seite lebt das Buch von interessanten Themen, wie die irische Geschichte, Probleme mit der Familie und den richtigen Entscheidungen. Genauso lebt es von den Dialogen. Und das ist ein zweischneidiges Schwert. Die Dialoge wirken teilweise nicht organisch. Nicht wie eine natürliche Unterhaltung. Es wird mitten in einem Gespräch zwischen den Themen hin- und hergesprungen und oft hab ich mich dabei gefragt, was das jetzt soll. Zum anderen bekamen die Figuren kaum Zeit. Sie sind einfach da, ohne große Erklärung, und manche davon tauchen dann auch höchstens ein weiteres Mal wieder auf. Zumindest bei Mairéads Kolleginnen hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, wer da jetzt eigentlich genau was für einen Job hat. Und dann ist da noch der Teil, wo sie aufgrund der Beerdigung das erste Mal nach Irland zurückkehrt. Dieser Part ging länger als ich dachte, aber fand ihn sehr einnehmend und hat mir recht gut gefallen. Auch wenn ich lieber mehr über das Theaterleben erfahren hätte. 3 von 5 / 6 von 10 🎭🎭🎭🎭🎭🎭


