Solider Thriller mit beklemmender Atmosphäre
Das Kind meines Mannes startet ohne großes Vorgeplänkel direkt mitten in die Handlung, was dafür sorgt, dass man schnell in die Geschichte hineingezogen wird. Gerade als Hörbuch ließ sich das Buch sehr angenehm nebenbei hören – unkompliziert, leicht verständlich und gut geeignet für zwischendurch. Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven, wodurch nach und nach verschiedene Blickwinkel auf die Geschehnisse sichtbar werden. Gut gelungen fand ich die beklemmende Grundstimmung, die sich durch das gesamte Buch zieht. Eine mögliche TW: Das Buch behandelt Themen rund um sexuellen Missbrauch an Minderjährigen. In Summe bleibt der Thriller jedoch eher im „milderen“ Bereich und setzt weniger auf harte Schockmomente als auf unterschwellige Spannung. Es gibt durchaus einige Wendungen, allerdings konnte ich das Ende ab etwa 60% des Buches bereits erahnen, was die Spannung allerdings nicht geschmälert hat. Auch stilistisch bleibt das Buch eher schlicht. Manche Gedanken oder Formulierungen wiederholen sich unnötig häufig, und insgesamt fehlt der Geschichte etwas das Besondere, das nachhaltig im Gedächtnis bleibt. Trotzdem war ich durchgehend ausreichend unterhalten.



