Intensiv, bewegend - großartig!
Wie soll ich dieses Buch beschreiben? 𝐓𝐡𝐞 𝐑𝐞𝐟𝐨𝐫𝐦𝐚𝐭𝐨𝐫𝐲 hat mich sooo bewegt – und ich habe ewig zum Lesen gebraucht, weil es sich einfach nicht schnell weglesen ließ. Der wahre Horror dieses Buches trägt keine weißen Augen und krabbelt nicht an Wänden entlang. Er sitzt in Institutionen. In rassistischen Systemen. In Erwachsenen, die Gewalt „Disziplin“ nennen. In einem Staat, der schwarze Kinder nicht schützen, sondern kontrollieren wollte. Dass der Roman auf der realen Dozier School for Boys basiert, macht alles noch schlimmer. Dieses Wissen hängt beim Lesen über jeder einzelnen Seite wie feuchter Nebel und legt soviel Gewicht auf die Seiten. Und trotzdem steckt in diesem Buch so viel Menschlichkeit, Liebe, Fürsorge und Hoffnung. Menschen, die versuchen, füreinander Licht zu bleiben, obwohl sie mitten in einem Albtraum stehen. Ich glaube, genau deshalb verfolgt mich dieses Buch noch immer. Die Geister darin wollen nicht erschrecken. Sie wollen erinnert werden.





