
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Dieses Buch hat mich tief bewegt und ich kann es wirklich nur empfehlen.
Die historische Recherche in How to Kill a Witch ist atemberaubend. Die Autorinnen holen die Menschen hinter den Hexenprozessen wieder aus der Dunkelheit der Geschichte hervor. Frauen – und auch einige Männer – werden durch ihre Geschichten erneut lebendig, ihre Stimmen bekommen endlich Raum. Beim Lesen wird erschreckend deutlich, wie wenig sich für Frauen in den letzten 300 bis 400 Jahren tatsächlich verändert hat. Viele der Vorwürfe, Ängste und Mechanismen, mit denen Frauen damals verfolgt wurden, wirken erschreckend vertraut. Dieses Buch ist deshalb auch eine Aufforderung: Seid laut. Seid wütend. Seid unbequem. Es hat mir das Herz gebrochen und mich gleichzeitig zutiefst wütend gemacht, wenn ich daran dachte, wie viele sogenannte „Hexen“ auf brutalste Weise ermordet wurden – von Männern, die sich als gottesfürchtig bezeichneten, aber in Wahrheit von Angst, Machtgier und Heuchelei getrieben waren. How to Kill a Witch ist kein leichtes Buch. Doch es ist ein wichtiges. Die zahlreichen historischen Quellen und Referenzen eröffnen einen tiefen Einblick in diese dunkle Zeit – vorausgesetzt, man hat ein starkes Herz, um all das auszuhalten. Ein Buch, das besonders am Weltfrauentag daran erinnert, dass viele Frauen vor uns, für ihre Stimme, ihre Freiheit und oft sogar für ihr Leben kämpfen mussten. 🕯️ Und vielleicht ist genau das die wichtigste Botschaft dieses Buches: Die Geschichten der „Hexen“ waren nie nur Vergangenheit. Sie sind ein Echo, das bis heute nachhallt.
