1. Dez.
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Shop Girls - Aufbruch in ein neues Leben von Rosie Clarke

London 1912: ein neues Kaufhaus wird an der Oxford Street eröffnet und es werden Verkäuferinnen gesucht. Für Beth, Maggie und Sally ist dies die Chance ihrem bisherigem Leben eine Wendung zu geben und in eine bessere Zukunft zu blicken. Schnell zeigt sich, dass es nicht so einfach ist, in einem Kaufhaus dieser Art Fuß zu fassen. Doch die drei ungleichen jungen Frauen werden Freundinnen und schließlich fügt sich das Schicksal. Ich habe bereits ein ähnliches Buch über das KaDeWe gelesen, weswegen mir die Machart nicht unbekannt war. Die Schicksale sind generisch, alle drei Frauen sind vom Leben gebeutelt: Sally ist eine Waise und versucht etwas Besseres aus ihrem Leben zu machen, Maggie braucht das Geld, um ihren schwer erkrankten Vater zu pflegen und Beth hat Vater und Mutter verloren, weswegen sie bei ihrer Tante untergekommen ist, die jedoch auch finanzielle Unterstützung benötigt. Grundsätzlich sind diese Schicksale zu dieser Zeit nicht ungewöhnlich, aber mich hat es ein wenig gestört, dass für die drei (später vier) Frauen alles so glatt läuft. Sie bekommen sofort die Stellen, sie freunden sich an und schnell steigen sie auch auf. Gerade bei Sally fand ich das ein wenig übertrieben. Sie meldet sich auf einer Betriebsversammlung zweimal zu Wort und wird sofort zur Einkäuferin befördert und hat keinerlei Schwierigkeiten mit diesem Job, obwohl sie damit keine Erfahrungen hat. Auch ist sie ganz plötzlich mit den Eigentümern des Kaufhauses befreundet, nach nicht mal einer Woche Beschäftigung. Und natürlich verliebt sie sich in den Besitzer und er auch in sie, aber man hält sich auf Abstand. Beth freundet sich mit dem Hausmeister an und auch Maggie wird überall gemocht. Insgesamt gab es wenige Schwierigkeiten, obwohl es für Frauen zu dieser Zeit nicht einfach war alleinstehend und berufstätig zu sein. Ein wenig geärgert habe ich mich auch, dass die Zeiten nicht eingehalten worden sind. Wurde eine Seite vorher noch über das Schiffsunglück der Titanic gesprochen, heißt es eine halbe Seite weiter, dass der Sommer ganz schön verregnet sei. Dabei befindet man sich immer noch im April und da ist es eher Frühling. Nun ja, ich gebe dem zweiten Band dennoch eine Chance, weil das Buch ganz angenehm geschrieben ist und man ein paar nette Einblicke in das Leben von London im Jahre 1912 bekommt.

The Shop Girls of Harpers
The Shop Girls of Harpersby Rosie ClarkeBoldwood Books Ltd
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