Auch dieser Titel war eine Empfehlung, die ich erhalten hatte. Der Inhaltsangabe nach definitiv ein Buch für mich – lerne ich doch immer wieder gerne Neues über historische Begebenheiten. Vor allem solche, die bei uns gerne ignoriert werden. Dazu gehört auch das Geschehen in Asien während des Zweiten Weltkrieges. In diesem Buch erfahren wir mehr darüber, wie die Japaner während ihrer Besatzungszeit in Malaysia mit der dortigen Bevölkerung umgegangen sind. Ein wichtiges Thema, das aber leider für mich persönlich nicht gut genug umgesetzt wurde. Es beginnt damit, dass ich keinerlei Verbindung zu den Figuren aufbauen konnte. Bei einer so dramatischen Handlung wäre dies aber unerlässlich. Damit wären wir dann auch schon beim zweiten Punkt, der wahrscheinlich aber noch ausschlaggebender war als der erste: der Schreibstil ist mir zu melodramatisch. Zu gewollt auf Emotion bedacht, zu erzwungen tiefgründig. Ich war ehrlich gesagt überrascht, zu erfahren, dass es sich bei Tan Twan Eng um einen Mann handelt. Der Schreibstil fühlt sich sehr weiblich an, wenn ich das im 21. Jahrhundert noch sagen darf. Dennoch konnte ich ein paar kleine Dinge lernen. Über die Besatzung von Malaysia wusste ich bis dato nämlich noch praktisch nichts, das arbeite ich langsam aber stetig auf. Auch die Beschreibungen der Landschaft und des Garten sind wundervoll. Hier zaubert der Autor unvergessliche Bilder und weckt die Sehnsucht. Schade, dass es nicht ganz das Buch war, auf das ich gehofft hatte, aber ganz vergebens war die Lektüre dann zum Glück doch nicht.
This is definitely one of my favourite novels: I like the beauty of its prose which never feels artificial or forced. I like the storyline that somehow manages to feel very calm, although you just want to keep on reading. I love the fact that it transports you to a different place and time, that it allows you to lose yourself in the narrative, while at the same time it teaches you so much on so many different levels (historically, artistically, philosophically). And even though all the characters are flawed, the novel makes you understand them and sympathize with them...that is quite an achievement. Another wonderful thing this novel did was the combination of so many different cultural backgrounds. And now - having read the final page (and I know it sounds like a cliché and others have written it before - but it is the truth) - I feel like I have lost a friend.

