I can only agree with the other reviewers: this book and the research behind it - whilst being grounded on good intention - are not representative enough. Asking 70, mostly cis, white, middle-class girls about their views on and experiences with sex is hardly enough to draw conclusions that fit all girls. It felt very opinionated and biased. What really bothered me is the lack of citation and quotation in this book. Orenstein has a list of reference literature in the back of the book, but to me, a scientific works needs references in the text, such as footnotes. Otherwise it just seems less believable.
Für mich ist die Debatte um Sexualität und Gender einer der wichtigen Bausteine für Gleichberechtigung. Nicht nur für Frauen, sondern für alle Geschlechter. Peggy Orensteins Buch ist schon von 2014. Sie hat meiner Meinung nach aber ein Buch geschrieben, das aufgrund der Fragen die es aufwirft, nach wie vor sehr aktuell ist. Viele der Erlebnisse der jungen Frauen, die für das Buch befragt wurden, passieren nach wie vor. Dabei geht es in dem Buch nicht um biologische Unterschiede, sondern um die kulturelle Konstruktionen und Zuschreibungen die an Weiblichkeit geknüpft werden. Also um Gender. Es geht also nicht darum, zu erkennen das Frauen keine Penisse haben oder Männer keine Vaginas, sondern, was die Gesellschaft mit dieser Erkenntnis eigentlich macht und welche Auswirkungen das auf die Gesellschaft hat. Genderollen sind mit vielen verschiedenen Zuschreibungen verknüpft, die schon immer auch auch den Körper und die Sexualität betreffen. Orenstein stell ihrem Buch dar, welche konkreten Auswirkungen dies auf Mädchen und Frauen hat. Etwa wie sie ihr erstes Mal empfinden und womit sie Geschlechtsverkehr im allgemeinen verbinden, wie sie sich in Beziehungen verhalten oder welche Anforderungen Jungen und Männer an sie stellen. Welcher Druck dabei erzeugt wird, den vielfältigen Ansprüchen gerecht zu werden, die von der Gesellschaft (z.B auch ihren Eltern, Freund*innen, Lehrer*innen usw.) an sie gestellt werden. Dabei geht die Autorin weiter als nur zu beschreiben, das eine Ungleichbehandlung zwischen Jungen und Mädchen stattfindet. Sie versucht auch heraus zu arbeiten, welche gesellschaftlichen Zusammenhänge dabei eine Rolle spielen. Meiner Meinung nach gelingt es ihr sehr gut, die Komplexität und verschiedenen Dimensionen auf zu zeigen. Sie beschränkt sich dabei nicht auf Heteronormativität und beschreibt viel mehr, das gerade die traditionellen Genderollen die nach wie vor an diese Norm geknüpft werden, ein Coming Out erschwert. Mir hat tatsächlich aber trotzdem gefehlt, das sie sich auch mit Transgender und Nonbinary stärker auseinander setzt. "Girls and Sex" bietet Denkanstöße für jedes Geschlecht. "Oh das ist ja eh nur für Mädchen" weil es in erster Linie um Frauen und Mädchen geht, wäre ein leichter Weg, sich um die wichtigen Fragen herum zu drücken, wie Gleichberechtigung auf allen Ebenen funktionieren kann. PS: Orenstein hat 2020 ein neues Buch heraus gebracht, in dem sie sich diesmal Boys and Sex widmet. Und ja ich halte beide Bücher für gleich wichtig.

