hauntingly atmospheric. Almost like a crawling in your spine working its way up your brain. The speculation and thoughts that crept onto me, were so much and yet I would have never guessed what this book would do to me.
Man ist im Kopf von diesem girl, die ihren Job in der Stadt aufgibt und zu ihrem ältesten Bruder aufs Land zieht, wo auch eine andere Sprache gesprochen wird. Sie drückt sich so gut aus, in ihrem Kopf ist immer was los, die Gedanken sind immer am weiterfließen, aber sie kann sich auch nicht ausdrücken, weil sie die Sprache nicht spricht und fühlt sich dadurch isoliert und fremd. Dazu kommt noch das während sie da ist die Leute sie ausschließen, sie anders behandeln und rassistisch sind ihr gegenüber. Auch passieren ihr viele eigenartige Dinge (z.B. findet sie ein sich in Drahtzaun verwickeltes, ehemals schwangeres Schaf - ihr Baby ist bei der Geburt gestorben und man sieht den Kopf des Kindes aus der Mutter hängen) und die Bewohner sehen es als schlechtes Omen. Sie ist immer gehorsam und macht das was man ihr sagt, aber sie lernt mit der Zeit ihren rechtmäßigen Platz in der Welt einzunehmen und sich gegen die bestehenden Strukturen zu behaupten.
Echt gutes Buch. So gut geschrieben. Hat mir sehr gefallen.
Eine Frau zieht in das Land ihrer Vorfahren, um sich dort um das Haus ihres Bruders zu kümmern. Seit ihrer frühesten Kindheit wurde ihr beigebracht, gehorsam zu sein und die Bedürfnisse anderer vor ihre eigenen zu stellen. Bald beginnen jedoch die Dorfbewohner alles mit ihrer Ankunft zu verbinden: Der Tod eines Schafes und ihres Lammes, die Phantomschwangerschaft eines Hundes und die plötzliche Hysterie mehrerer Milchkühe. Die Frau spricht weder die Sprache, noch kann sie sich sonst verteidigen und so sieht sie sich mehr und mehr in die Ecke gedrängt. Auf „Study for Obedience“ bin ich durch den Booker Prize aufmerksam geworden. Von allen großen Literaturpreisen für hohe Literatur war dieses Buch in diesem Jahr das einzige, das mich neugierig genug machen konnte, um es tatsächlich zu kaufen. Mittlerweile ist es in die Shortlist aufgestiegen und ich finde, dass es das definitiv verdient hat. Ich muss gestehen, dass ich es schwerer als bei fast allen anderen Büchern finde, meine Gedanken hier in Worte zu fassen. Dieses Buch war seltsam, es war zeitweise anstrengend und es steckte genauso viel Inhalt in dem was gesagt wurde, wie in dem was ungesagt blieb. Und gerade in diesem letzten Punkt steckte für mich persönlich ein Problem. Es ging in diesem Buch sehr viel um jüdische Erfahrungen und vieles davon steckte eher zwischen den Zeilen. An so vielen Stellen hatte ich das Gefühl, dass mir die Nuancen entgehen, dass ich etwas Wichtiges zum Verständnis des Textes übersehen habe. Dies ist natürlich nichts, was ich dem Buch hier ankreiden möchte, es hat nur meine persönliche Leseerfahrung stark geprägt. Es ist auf jeden Fall ein Buch, das ich irgendwann noch einmal lesen möchte, um noch einmal genau hinzuschauen. Der Schreibstil war interessant und sehr im Bewusstseinsstrom geschrieben. Die Protagonistin erzählte was in der Gegenwart und in ihrer Vergangenheit geschah und dies oft ohne sofort erkennbaren roten Faden. Dieser rote Faden existiert, aber man wird hier nicht wie in anderen Texten an der Hand durch das Buch geführt. Mich hat dies fasziniert, aber ich fand es teils schwer, den Gedanken der Protagonistin zu folgen. In „Study for Obedience“ geht es um so viele Themen. Insbesondere aber um Xenophobie und ihre Auswirkungen. Auf den ersten Blick erschienen viele der Verhaltensweisen der Dorfbewohner seltsam. Warum würde jemand um eine Phantomschwangerschaft eines Hundes so einen Aufriss machen? Aber betrachtet man alles in allem ergibt sich ein immer enger werdendes Netz aus Anfeindungen, für die es einfach keine logische Rechtfertigung gibt. Ich fand dies sehr erdrückend und gut gemacht. Ein Thema, welches ebenfalls behandelt wurde und wegen dem ich besonders auf dieses Buch aufmerksam geworden bin, ist die Frage, ob nur unschuldige Menschen es verdient haben, dass ihr Leid anerkannt wird. Von diesem Thema hatte ich mir allerdings von Anfang an mehr erhofft. Über das Buch hinweg geht es nur sehr bedingt darum und erst am Ende geschieht in diesem Zusammenhang etwas, das ich als eher klischeehaft empfunden habe. Fazit: „Study for Obedience“ ist ein etwas seltsames, teils anstrengendes, aber dafür auch lohnendes Buch über Xenophobie, Gehorsamkeit und jüdische Erfahrungen. Zwischen den Zeilen steckt hier genauso viel wie darin, was es teils schwer machen kann, alles zu verstehen. Meiner Meinung nach hat es den Platz in der Shortlist des Booker Prize definitiv verdient.


