Wieder sehr spannender Kriminalfall, verstrickte und nicht so leicht zu durchschauende Geschichte, genauso wie beim ersten Teil hat es ehe viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen, ich freue mich schon auf weitere Teile.
Na, wer mag noch gerne klassische Krimis mit Detektiv und altmodischer Ermittlungsarbeit? Für mich waren es bis dato immer die Krimis von Edgar Wallace sowie Agatha Christie. Beide Autoren haben in der Regel Großbritannien (und sehr häufig London) als Setting gewählt, sodass ich früher sofort entweder an die regnerische Hauptstadt oder irgendein kleines Dorf denken musste bei typisch “alten” Krimis. Nun bin ich auf einen japanischen Klassiker gestoßen bzw. ist es mein zweiter Krimi aus der Feder Yokomizos. Dieses spezielle Buch wurde bereits zweimal verfilmt, 1976 sowie 2006. Ihr trefft, sofern ihr den Krimi “The Honjin Murders” gelesen habt, den Detektiv Kosuke Kindaich wieder. Ich mag ihn, weil er weit entfernt von perfekt ist und deswegen teilweise aneckt. Gerade vor dem Hintergrund des sehr “emotional” beherrschten Umfelds bei seinen Ermittlungen sticht er hervor wie ein bunter Hund. Der Krimi lässt sich kurz zusammenfassen: Ein reicher Mann stirbt und hinterlässt ein Testament, welches für mörderischen Unfrieden innerhalb der reichen Familie Inugami führt. An sich kein neues Thema, aber in meinen Augen sehr gut umgesetzt. Nach und nach lernt der Leser die Charaktere, Verquickungen und sprichwörtlichen Leichen im Keller kennen. Und immer steht die Frage im Raum, wer auf dem großen Anwesen der wohlhabenden Familie sein Unwesen treibt. Auch hier mag ich die Stimmung, die der Autor erzeugt, sowie den verzwickten Kriminalfall. Interessant ist dabei die Erzählperspektive: Der Erzähler berichtet rückblickend von dem Fall, weiß also bestens Bescheid und lässt den Leser im Dunkeln tappen. Wer es gerne altmodisch mag, kann mit diesem Krimi einen Versuch wagen. Ich habe noch zwei weitere Krimis von Yokomizo im Regal stehen und werde mir in Kürze den nächsten schnappen.

