
Moon of the Crusted Snow ist eine Geschichte, die ein postapokalyptisches Szenario ohne großen Lärm und viel Action, aber dafür mit Tiefe und Herz erzählt. Der Aufbau des Buches ist langsam und schleichend und portraitiert damit gut, die leise lauernde Gefahr, die sich über die Community legt wie die stetig wachsende Schneedecke. Als Lesender ist man hautnah an den Charakteren dran und erlebt die Grausamkeit aber auch die schönen Momente des Zusammenhalts, die das Erlebte hervorbringt. Es werden Themen wie Vertreibung und Fremdenhass/ Rassismus behandelt - manchmal verdeckt, manchmal ganz offen. Und der "weiße Mann" bekommt eine fast karikaturistische Rolle, die jedoch reale Verhältnisse auf überspitzte Art (oder vielleicht auch nicht so überspitzt) wiederspiegelt. Generell sitzt einem während der gesamten Lesezeit das Gefühl dieser unsichtbaren Bedrohung im Nacken, welches mich persönlich sehr hat mitfiebern lassen. Eine tolle Geschichte über eine indigene Community, die durch eine Katastrophe (für die moderne & digitale Welt) zu neuer Stärke und zurück zur Natur findet. Mein erstes Highlight 2026: ⭐⭐⭐⭐⭐





