Dystopisches Finale mit starker Protagonistin
Nachdem seine drei Brüder – Pestilenz, Krieg und Hunger – an ihrer Aufgabe gescheitert sind, die Menschheit vollständig auszulöschen (weil sie sich alle in sterbliche Frauen verliebt haben), steigt der letzte und mächtigste Reiter herab: Thanatos, der Tod persönlich. Er ist fest entschlossen, die Fehler seiner Brüder nicht zu wiederholen und seinen göttlichen Auftrag unbarmherzig zu Ende zu führen. Seine Methode ist zwar absolut, aber im Vergleich zu den anderen friedlicher – die Menschen sterben schmerzlos, wie in einem tiefen Schlaf. Als der Tod die Heimatstadt von Lazarus Gaumond erreicht und die gesamte Bevölkerung auslöscht, erlebt er eine Überraschung: Lazarus bleibt als Einzige lebend vor ihm stehen. Lazarus besitzt eine außergewöhnliche, fast schon verfluchte Gabe: Sie kann nicht sterben. Egal ob Unfälle, Krankheiten, Gewalt oder die Aura des Todes selbst – sie erwacht nach jedem tödlichen Ereignis unbeschadet wieder zum Leben. Für den Tod ist sie ein Rätsel. Sie ist die einzige Seele auf Erden, die er nicht von ihrem Fleisch trennen kann. Statt sie jedoch zu ignorieren, entwickelt er eine obsessive, dunkle Anziehungskraft für sie. Lazarus versucht verzweifelt und auf eigene Faust, den Tod aufzuhalten oder die Menschen vor ihm zu warnen, scheitert jedoch immer wieder. Da sie unsterblich ist, bekämpfen und töten sich Lazarus und Thanatos anfangs sogar gegenseitig, was zu einer bizarren Dynamik führt. Schließlich trifft Lazarus auf die drei anderen apokalyptischen Reiter (Pestilenz, Krieg und Hunger). Diese haben sich mittlerweile mit ihrem Schicksal und ihren menschlichen Partnerinnen arrangiert und wollen nicht, dass die Welt komplett untergeht. Sie schlagen Lazarus ein unvorstellbares Geschäft vor: Sie soll den Tod verführen, damit er – genau wie sie selbst zuvor – seine Menschlichkeit entdeckt, sich in sie verliebt und das Ende der Welt abwendet.











