19. Jan.
Rating:3

Der zweite Teil von Blurred Lines fühlt sich für mich eher wie ein Bonuskapitel für alle Happy-End-Fans an. Die Story folgt einem sehr bekannten Muster und wirkt dadurch vorhersehbar und etwas klischeehaft.

Achtung: Diese Review enthält Spoiler zum zweiten Teil der Blurred Lines-Reihe von Chloe Walsh. Ich muss sagen, das Ende des ersten Teils hat mir tatsächlich gut gefallen. Chloe Walsh hat ja selbst erwähnt, dass sie die Geschichte ursprünglich ohne Happy End beenden wollte – bis ihre Leser unbedingt eines für Mackenzie und Cade gefordert haben. Für mich hätte es das nicht gebraucht, wenn es sich stimmig anfühlt mag ich es auch wenn Bücher tragisch enden, aber ich war gespannt. Leider hat mich das Buch diesmal eher enttäuscht. Der größte Knackpunkt für mich war die Grundstory. Wie in vielen ihrer bisherigen Bücher gibt es auch hier wieder eine unerwartete Schwangerschaft als zentrales Element – und genau das hat für mich den Reiz genommen. Der erste Teil war emotional, intensiv und teilweise wirklich spannend, während der zweite Teil für mich eher wie ein bekanntes, etwas abgedroschenes Muster wirkte. Dadurch wurde die Handlung vorhersehbar und hatte nicht mehr dieselbe emotionale Wucht wie zuvor. Die Charaktere waren mir auch einen Ticken zu besessen voneinander. Mit knapp unter 200 Seiten fühlt sich dieses Buch für mich eher wie ein kleines Extra an – ein Bonus für alle, die unbedingt ein Happy End für die beiden wollten. Persönlich hätte ich diesen Teil nicht unbedingt gebraucht. Was ich Chloe Walsh aber wie immer lassen muss: Ihr Schreibstil ist nach wie vor sehr angenehm. Der Lesefluss ist leicht, flüssig und macht es einfach, durch die Seiten zu gleiten. Ich glaube allerdings auch, dass ich hier ein bisschen parteiisch bin, weil ich die Autorin sehr mag – bei einem anderen Buch oder einer anderen Autorin wäre ich vermutlich kritischer gewesen.

Never Let me Go: Blurred Lines #2
Never Let me Go: Blurred Lines #2by Chloe WalshIndependently published