
Anspruchsvoll und sehr komplex
Politische und familiäre Intrigen wie in Game of Thrones, ein magisches Akademie-Setting à la Harry Potter bzw. Hogwarts und tödliche Spiele und Prüfungen wie in The Hunger Games – all das vereint dieses Buch in einem komplexen, altrömisch inspirierten und zugleich futuristischen Setting mit beeindruckendem Worldbuilding und vielschichtigen Charakteren. Ich muss allerdings zugeben: Der Einstieg fiel mir enorm schwer. Im ersten Teil war ich sogar kurz davor, das Buch abzubrechen, weil ich ständig das Gefühl hatte, zu wenig zu verstehen. Die zahlreichen Systeme, Begriffe und Strukturen erschließen sich nur langsam und verlangen volle Aufmerksamkeit. Ab dem zweiten Teil wurde es deutlich zugänglicher, und plötzlich flogen die Seiten nur noch dahin. Der dritte Teil hat mich dann komplett umgehauen: voller Spannung, unerwarteter Wendungen und Momente, die ich absolut nicht kommen sah. Ab da konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Trotzdem ist es definitiv kein „leichter“ Roman für zwischendurch. Die Geschichte ist anspruchsvoll und dicht erzählt – wer unaufmerksam liest, verpasst schnell wichtige Details oder Zusammenhänge. Außerdem blieb der Hauptprotagonist für mich emotional etwas auf Distanz. Ich konnte seine Geschichte zwar spannend verfolgen, habe aber nie wirklich tief mit ihm mitgefühlt oder mitgefiebert.


























































