
Was passiert, wenn du eine Krone bekommst, die sich nicht wie Macht anfühlt, sondern wie eine Last, die dich langsam zerdrückt? Wenn alle von dir erwarten, dass du eine Königin bist und du selbst noch nicht weißt, wer du ohne all das bist? Glow of the Everflame hat mich noch mehr gepackt als der erste Band. Chaos, Gefühl, Druck und Macht treffen hier permanent aufeinander. Im Mittelpunkt steht Diem, die in eine Rolle gedrängt wird, die viel zu groß für sie ist. Sie soll Königin sein, während sie selbst noch versucht zu verstehen, wer sie überhaupt ist. Und genau das spürt man auf jeder Seite. Sie ist impulsiv, trifft Entscheidungen, die man nicht immer nachvollziehen kann, stößt Menschen weg, zieht sie wieder ran und wirkt dadurch oft anstrengend, aber genau das macht sie so echt und greifbar. Man sieht ihre Entwicklung, auch wenn sie nicht immer geradlinig verläuft. An ihrer Seite steht Luther, der unerschütterlich hinter ihr steht und sie besser versteht, als sie sich selbst versteht. Er würde alles für sie tun, während sie ihn trotzdem oft als Gefahr oder Feind wahrnimmt. Diese Dynamik ist kein ruhiges Liebesdrama, sondern ein ständiges Ziehen und Stoßen, das komplett mitreißt und nie wirklich sicher wirkt. Auch die Welt dahinter ist brutal und faszinierend zugleich, geprägt von Macht, Korruption und einer klaren Trennung zwischen Elite und Menschen ohne Kräfte. Was das Buch für mich besonders gemacht hat, ist genau diese Mischung aus Welt, Emotionen und Charakteren, die man nicht sofort perfekt greifen kann. Vor allem Diem ist keine typische Protagonistin, sondern jemand, der Fehler macht, wächst und einen manchmal frustriert, aber genau deshalb bleibt sie hängen. Und gleichzeitig sind es auch die Charaktere um sie herum, die diese Geschichte tragen und ihr Wärme geben, obwohl alles so hart und chaotisch ist.





























































