Wow! Was für ein Buch!
Annie entschließt sich in der 37. Schwangerschaftswoche noch schnell ein Babybett bei IKEA zu besorgen. Doch kurz vor Ende ihres Einkaufs kommt es zu einem heftigen Erdbeben.Annie zieht es schnell zum Kindsvater, also macht sie sich ohne Handy quer durch den ganzen Ort Portland zu Fuß auf dem Weg zu ihm. Im Grunde genommen ist der ganze Roman eine einzige Übersprungshandlung. Es wird klar, dass Annie und alle Menschen, die sie trifft, extrem unter Schock stehen. Bis zum Ende gerät sie in Situationen, die mich immer wieder den Atem anhalten ließen. Kurze Verschnaufpausen verschaffen nur die melancholischen Blicke, die Annie beim Laufen hin und wieder auf ihr vergangenes Leben wirft. Diese sind sowohl von Wehmut als auch von Humor geprägt. Es geht sowohl um verpasste Chancen und Krisen, als auch um kleine Glücksmomente. Gleichzeitig ist das Buch so spannend, dass ich bei jedem dieser Einschübe dachte: „Oh nein, ich muss doch wissen, wie es weitergeht!” Das hat jedoch zu keinerlei Verlust der Lesefreude geführt, sondern lediglich dazu, dass ich den Roman quasi gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Der Roman ist eines der spannendsten und authentischsten Bücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe, und damit eines meiner Jahreshighlights. Absolute Empfehlung!














