Ein Fantasybuch der alten Schule
Als ich dieses Buch gesehen habe, wusste ich, dass ich es lesem MUSS! Die Drachen auf dem Cover hatten mich überzeugt, bevor ich auch nur einen Satz des Klappentextes gelesen hatte. Aber weil ich mich völlig überschätzt habe, wollte ich es unbedingt auf Englisch lesen. Für alle Linguistiker unter uns - das ist ein wahnsinnig toller intensiver humoristischer und bildgewaltiger Schreibstil. Lest es! Für alle die das nicht mögen und schon gar nicht auf englisch - lasst es lieber sein! Ich war zuerst sehr überfordert. Die Wortwahl war so anders als in all den Büchern, die ich sonst lese und ich habe am Tag maximal 20 Seiten geschafft. Aber es hatte mich sofort gepackt. Es fühlt sich an wie eine klassische Heldensaga vergangener Zeiten, aber mit einem doch moderneren Touch was da die Figuren angeht. Ich habe über die Ratschläge der Königin in Bezug auf Männer oft schmunzeln müssen, fand Cerise wunderbar emanzipiert und witzig (für prinzessliche Verhältnisse) und Robert und Reginald waren zwei wunderbar gegensätzliche Protagonisten. Ansonsten findet man hier noch Drachen (und das eine Menge), tolle Szenerien und Orte, die sich anfühlen, als könnten sie selber noch viel mehr Geschichten erzählen, eine epische Quest nicht zu vergessen und liebevoll ausgearbeitete Nebencharaktere. Zum Ende hin hatte mich das Buch dann doch etwas verloren und ich habe nicht so zu 100% verstanden, was jetzt genau los war. Dennoch möchte ich dieses Buch allen Fantasyliebhabern ans Herz legen und werde wohl wirklich mal "Das letzte Einhorn" lesen müssen. Aber dieses Mal wohl lieber auf Deutsch.


