31. Mai
Zum Buch:
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Lainey Taylor wird von ihrem alkoholkranken Ehemann Callum immer weiter an den Rand des Zusammenbruchs getrieben. Geplagt von Halluzinationen und unberechenbarem Verhalten ist es nur eine Frage der Zeit, bis er das Leben von Lainey – und das ihrer Tochter Beatrix – ernsthaft gefährdet. Eine Scheidung mit anschließendem Sorgerechtsstreit kommt jedoch nicht infrage. In Callums Worten: „Nur über meine Leiche.“ Laineys mitfühlende Freundin Adelaide hat eine gewagte Lösung. Gemeinsam wollen sie einen Spuk inszenieren, der so überzeugend ist, dass er Callum ein für alle Mal aus Laineys Leben vertreibt. Nichts allzu Übertriebenes: seltsame Gerüche, Geräusche in den Wänden und Fliegenschwärme auf den Fensterbänken. Es könnte funktionieren. Schließlich ist Callum aufgrund seiner alkoholbedingten Nachtängste ohnehin schon nahe am Nervenzusammenbruch. Mit jedem neuen Schrecken rückt Lainey ihrem Ziel näher, die vorgetäuschte Heimsuchung bis zu ihrem befreienden Ende durchzuziehen. Doch in einem Haus, das von so viel Wut, Verbitterung und Angst erfüllt ist, überrascht es kaum, dass Laineys und Adelaides Plan katastrophal aus dem Ruder läuft. Als ihr inszenierter Spuk zu etwas wird, das niemand mehr kontrollieren kann, erkennt Lainey, dass ihr nur ein Ausweg bleibt: Sie muss sich mit Callum zusammentun – oder bei dem Versuch sterben. — Die Geschichte bietet eine zwiespältige Erfahrung. Die kreative Umsetzung des vorgetäuschten Spuks ist originell und unterhaltsam, auch wenn die Durchführung an einigen Stellen den Rahmen des Realistischen sprengt. ​Besonders hervorzuheben ist die Intensität der zwischenmenschlichen Konflikte. Die Dynamik zwischen Lainey und ihrem Mann Callum ist extrem nervenaufreibend. Der ständige Streit, Callums verantwortungsloses Verhalten aufgrund seiner Alkoholsucht und Laineys Unfähigkeit, sich aus dieser toxischen Beziehung zu lösen, wirken sehr authentisch und lösen beim Lesen eine starke, fast greifbare Wut aus. Diese emotionale Wucht ist erzählerisch sehr überzeugend umgesetzt. Leider konnte mich der eigentliche übernatürliche Teil überhaupt nicht abholen. Sobald der echte Spuk und die Erscheinungen in den Vordergrund rückten, verlor die Geschichte für mich deutlich an Reiz. Weder Grusel noch Spannung wollten sich einstellen, und das letzte Drittel wirkte dadurch überraschend flach. Genau das, was dem Roman eigentlich den großen Horror-Faktor verleihen sollte, nahm ihm für mich einen Großteil seines Charmes und Unterhaltungswerts.

How to Fake a Haunting
How to Fake a Hauntingby Christa CarmenAmazon Publishing