
Einfache und doch sehr intensive und tiefgründige Story.
Konrad Mayer ist das Musterbeispiel für eine erniedrigte und gequälte Seele eines Außenseiters. Mayer erzählt dem Leser seine Geschichte in der Ich-Form, quasi in Form ein Tagebuchs, in der ersten Hälfte des Buches. Diese deprimierenden ersten Kapitel sollte man zum richtigen Zeitpunkt lesen. Trigger: Mobbing, Suizid, häusliche Gewalt Eines Tages bringt ein Streich unter Kollegen das Faß zum Überlaufen und Mayer beginnt mit der Abarbeitung seiner Todesliste, an dessen Ende ein besonderes „Feuerwerk“ geplant ist. Mayer auf der Spur sind parallel die Ermittler Jan Theisen und Laura Schüle, von denen ich gerne mehr gelesen hätte. Selten hab ich mich mit der Bewertung eines Buches so schwer getan. Ich fand die Story inhaltlich richtig stark, wenn auch nicht neu und überraschend. Der Aufbau hingegen nimmt hier viel Spannung. Anderseits macht genau dieser Aufbau den psychologischen Tiefgang erst aus. Hinzu kommen sehr einfache Ermittlungsarbeiten, weil immer irgendein Zeuge etwas gehört hat oder der Einfall einer der Ermittler exakt der Richtige ist. Irgendwie mochte ich genau diese Einfachheit allerdings diesmal, gepaart wiederum mit der Intensität der gequälten Psyche des Antagonisten. Um mir ein richtiges Urteil bilden zu können, insbesondere zu den Ermittlern, um die es in dieser Reihe eigentlich geht, muss Band 2 her🫣. Dass es da noch viel mehr gibt, verspricht der Epilog.

