17. März
Rating:3.5

Die gesammelten Schriften von Dworkin geben einen Einblick in die radikalfeministische Strömung der 70er/80er Jahre. Es ist leicht zu sehen, wie Geschlecht zu einer festen, essentialistischen Kategorie wurde („die“ Weiblichkeit wird von „der“ Männlichkeit unterdrückt) - es ist kein Wunder, dass sich Transfeindlichkeit so leicht daraus ableiten lässt. Ihre Schriften sind literarisch packend, radikal, aber theoretisch zu kurz gegriffen. Aber das wäre zu wenig über Dworkin gesagt. Sie nutzt ihre Erfahrung von sexuellen Missbrauch und häuslicher Gewalt, um einen kämpferischen, kompromisslosen Feminismus zu entwickeln. Und deswegen lassen die Schriften nicht unberührt zurück.

Last Days at Hot Slit
Last Days at Hot Slitby Andrea DworkinSemiotext (E)