Erstauflage Bücherschrank verspricht Horror im viktorianischem Setting
Vermutlich wird sich der Klappentext im Laufe der Jahre geändert haben, aber definitiv kein sanfter Horror und Alpträume bekommt man auch nicht. Eine Krimigeschichte würde ich sagen, altes Herrenhaus, mysteriöse Tode und inmitten Leyla, die nach dem Tod ihrer Mutter zu ihrer Familie reist, welche ihre Mutter 20 Jahre zuvor verlassen hat bei Nacht und Nebel mitsamt Leyla. Ihre Tante Sophie hat geschrieben und die Mutter gebeten zu kommen, da diese aus erklärten Gründen nicht kann, fährt Leyla. Die Begrüßung fällt aber sehr schroff aus, denn keiner wusste von dem Brief und Sophie ist nicht da. Es beginnt eine aufwendige Aufarbeitung der Geschehnisse vor 20 Jahren mit vielen Überraschungen und Wendungen. Leider wendet sich Leyla auch oft in ihrer Meinung. Es wiederholen sich viele Sätze, wie zum Beispiel, dass Leyla endlich erfahren möchte, was vor 20 Jahren geschah, denn sie hat keinerlei Erinnerungen an die Personen, die in diesem Haus leben und was geschehen ist, das diesen Zustand herbei gerufen hat. Wie gesagt, viele Wiederholungen, Dramatik, die man nicht wirklich spüren kann und eine Großmutter als Familienoberhaupt, die schon gruselig ist, an Tradition und Sitte appelliert und über Vergangenheit wird nicht gesprochen. Das gilt natürlich für alle, weswegen Leyla aneckt. Solide 3 Sterhe, hätte definitiv Potenzial gehabt zu einem guten Krimi, aber die Charaktere und auch die angebliche Lösung auf alles konnten mich nicht überzeugen.






