
"Der Exorzismus der Gretchen Lang" von Grady Hendrix spielt in den 1980er-Jahren und begleitet Abby und Gretchen, deren enge Freundschaft nach einem LSD-Trip im Wald eine dramatische Wendung nimmt. Nach diesem Erlebnis verändert sich Gretchen zunehmend: Sie wird launisch, grausam und zeigt unheimliche Verhaltensweisen, die Abbys Leben und ihren Freundeskreis zerstören. Während Lehrer und Eltern Gretchens Probleme als pubertäre Phase oder psychische Störung abtun, ist Abby überzeugt, dass etwas Übernatürliches dahintersteckt. Gretchens Zustand eskaliert, als sie andere verletzt und schließlich völlig außer Kontrolle gerät, wodurch Abby isoliert und verzweifelt zurückbleibt. Am Ende steht Abby vor der entscheidenden Frage, ob ihre Freundschaft stark genug ist, um Gretchen aus der Dunkelheit zurückzuholen. Ich habe "Der Exorzismus der Gretchen Lang" mit gemischten Gefühlen gelesen. Besonders gut gefallen hat mir, wie nahbar und verständlich die Figuren geschrieben sind, ich konnte ihre Entscheidungen und Emotionen gut nachvollziehen. Auch der starke 80er-Jahre-Vibe hat mir richtig gefallen und hat für eine besondere Atmosphäre gesorgt. Nach "Southern Gothic" waren meine Erwartungen allerdings ziemlich hoch, vielleicht sogar etwas zu hoch. Was mich gestört hat, waren die vielen Namensdopplungen und Ähnlichkeiten zwischen den Figuren, da beide Geschichten in einer ähnlichen Gegend spielen, was mich teilweise verwirrt hat. Ich fand es aber sehr schön, dass Abby ihre Freundin trotz allem nicht aufgegeben hat und diese Loyalität im Mittelpunkt steht. Besonders mochte ich, dass am Ende nicht Glaube oder etwas Übernatürliches rettet, sondern Erinnerungen, Musik und die Kraft ihrer Freundschaft. Alles in allem ist es für mich eine solide Geschichte, aber leider kein echtes Highlight.










































