Sirenen sind keine Meerjungfrauen
Soairse ist eine Sirene, was niemand wissen darf, denn als solche würde sie sofort hingerichtet werden. Sie lebt in einem Königreich, dass von Wasser Fae beherrscht wird und durch eine riesige Barriere abgegrenzt ist. Dort steht sie kurz vor dem Ende ihrer Ausbildung als Soldatin, durch den Sold will sie ihrer kleinen (menschlichen) Schwester eine gute Ausbildung finanzieren. Sie besteht die letzte Prüfung und darf nun als Leibwächter des Prinzen arbeiten, was ihr zunächst absolut nicht gefällt. Denn sie hasst die Königsfamilie, die alle Wesen außer Fae unterdrückt und hinrichten lässt. Nachts hat Soairse jedoch noch einen anderen Job. Sie erledigt als Auftragsmörderin Ziele für die Rebellen, die die Königsfamilie töten möchten. Während sie also tagsüber den charmanten und netten Prinzen beschützt, muss sie nachts an seinen Untergang arbeiten und gegen ihre Instinkte ankämpfen um ihre Schwester zu schützen. Gelingt ihr dieser Spagat? Als ich den Roman begann, dachte ich zunächst, dass ich ein Arielle Remake vor mir habe, doch noch nie war ich so froh falsch zu liegen. Die Story packte mich quasi sofort und ich wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Soairse ist zwar entweder die fürsorglich Schwester oder die absolute killermaschine, aber sie selbst bleibt häufig auf der Strecke, weshalb sie manchmal so platt wirkt. Ähnlich ist es bei Hayes, der liebe, nette Prinz, der Soairse alles verzeiht, auch dass sie seinen besten Freund ermordet hat und ihn quasi immer hintergehen wollte. Trotzdem war es schön mal über andere Wesen zu lesen, als die klassischen Vampire, Magier oder Gestaltwandler. Da es ein YA-Roman ist, darf man nicht zu viel bei der Romanze erwarten, aber es war trotzdem ganz niedlich. Sirenen in der Hauptrolle ist mal eine gute Abwechslung zu den normalerweise anzutreffenden Wesen. Spannender und kurzweiliger YA-Roman, dessen Figuren manchmal etwas mehr Tiefe vertragen hätten.


























































