31. Dez.
Rating:5

How to Love a Lion, nebenbei bemerkt ein sehr passender Titel, ist Band 3 der autobiografischen Roman Reihe von Akira Arenth, die er mit seiner Schwester Kira Yakuza zusammengeschrieben hat, welche auch für das Cover Design verantwortlich ist. Auch hier ist das Cover wieder sehr stimmig und passt toll zur Geschichte. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole und das tue ich. Mir fällt es wahnsinnig schwer, Worte für dieses Buch zu finden. So ging es mir schon bei den beiden Vorgängern und Band 3 macht es mir nicht einfacher. Es ist eine sehr private und intime Reise, auf die der Autor uns Leser hier mitnimmt. Er berichtet von schönen aber auch traurigen Erlebnissen / Momenten, diese sind stimmig in einen Roman verpackt. Sodass ein Spannungsbogen gegeben ist, gefesselt war ich wieder von der ersten Seite und habe das Buch am Morgen begonnen und am Abend dann beendet. Dazwischen musste ich aber wie auch bei den Vorgängern Pausen machen, um das gelesenen kurz zu verdauen. Habe ich es bei Band 1 und 2 noch geschafft nur ein bisschen Pipi in den Augen zu bekommen, so war dies hier nicht mehr möglich, zweimal sind alle Dämme gerissen. Die Geschichte bewegt sehr und besonders der im Klappentext angesprochene Schicksalsschlag hat mich umgehauen. Man fragt sich, was kann ein Mensch ertragen und wünscht sich so sehr, dass alles gut wird. Doch ist dies hier kein Märchen, sondern das wahre Leben. Und trotzdem habe ich am Ende vor Rührung geheult. Das Buch wirkt wahnsinnig authentisch, was natürlich nicht überrascht, aber nur weil man etwas erlebt hat, heißt es nicht, dass man es dann auch richtig an den Leser bringen kann und dies ist hier definitiv gelungen. Man fühlt mit Akira mit, leidet und hofft und wünscht sich nur das Beste für ihn. Seine Ängste, die Hilflosigkeit, die inneren Zweifel durch das älter werden, der Umgang mit seiner Sexsucht, dies alles ist so greifbar, so reell, dass es einen beim Lesen extrem ergreift. Er schreibt schonungslos und offen, aber nicht übertrieben und reißerisch. Zum Glück gab es auch hin und wieder den typischen Humor des Autors, welchen ich einfach großartig finde und genau meinen Geschmack trifft. Gefallen hat mir auch der „Erklärbar Moment“ ( Hotel Zimmer), und wie er Infos mit einbringt (z.B.Adoption). Fazit: Meinen großen Respekt an den Autor, dass er uns Leser an seiner Geschichte hat teilhaben lassen. Da gehört viel Mut dazu, und noch mehr gehört dazu, trotzdem alledem nicht aufzugeben. Ich kann gar nicht sagen, wie tief mich dieses Buch/ die Reihe bewegt und getroffen hat. Es hat mir selbst einige Dinge vor Augen geführt und ich werde die Geschichte sicherlich nicht vergessen, selbst wenn ich wollte, hat sie sich zu tief eingebrannt.

How to love a Lion: Autobiografischer Roman (Band 3) - BDSM / Gay Parents Drama (Autobiografische Romanreihe, Band 3)
How to love a Lion: Autobiografischer Roman (Band 3) - BDSM / Gay Parents Drama (Autobiografische Romanreihe, Band 3)by Akira ArenthCreateSpace Independent Publishing Platform