4. Dez.
Rating:5

5 Sterne Ich lese Thriller unheimlich gerne, gebe aber auch zu, dass New Adult Bücher und Liebesromane in meiner Sammlung deutlich überragen. Meine Erwartungen sind daher ziemlich hoch, wenn ich mal wieder nach etwas Spannung lechze. Ich bin überrascht gewesen, dass mich "Menschenkino" von Beginn an fesseln konnte und ich voller Spannung die Ereignisse um Kleinert und Exner verfolgt habe. Constantin Tief beschreibt mit einem absolut mitreißenden Schreibstil die Taten des Mörders und sogar die damit verbundenen Obduktionen der Opfer. Die Szenen waren teilweise grausam, wenn auch nicht gruselig oder abscheulich. Man konnte durch die gründlichen Beschreibungen bildhafte Eindrücke gewinnen. Mit den beiden Protagonisten Kleinert und Exner sowie den Damen Helen und Claudia sind Personen mit Bezug zur Realität geschaffen worden. Die Beschreibungen aus der Sicht des Täters werfen einen völlig anderen Blick auf die Ermittlungen des Kommissaren Duos. Der Spannungsbogen war konstant vorhanden und hat dazu geführt, dass ich mich komplett auf die Geschehnisse einlassen und fallen lassen konnte. Der Autor hat uns mitfiebern lassen. Ich freute mich über Erfolge von Kleinert und Exner, ärgerte mich aber genauso mit Ihnen, wenn es Misserfolge gab und sehnte letztendlich der Auflösung entgegen. Das Ende war nicht vorhersehbar und ein echter Knaller. Gestört haben mich die vielen Absätze auf jeder einzelnen Seite. Ich gebe aber auch zu, dass die vielen Absätze meinen Lesefluss in keinster Weise gestört haben. "Meckern auf hohem Niveau" nennt man sowas heutzutage ;) Es gibt also tatsächlich nichts, was ich negativ bewerten kann. Constantin Tief hat definitiv viel Potenzial und wird dieses hoffentlich für weitere Bücher nutzen. Kompliment an den Autor für diesen durchweg gelungenen Thriller. Fitzek und co. haben ernst zunehmende Konkurrenz bekommen.

Menschenkino: Thriller
Menschenkino: Thrillerby Constantin C. TiefCreateSpace Independent Publishing Platform
2. Juli
Rating:5

Als ich aufhörte zu atmen!

Als ich den Titel „Menschenkino“ zum ersten Mal las, stellte ich mir einen Psychopathen vor, der durch die Nacht streift und Menschen heimlich durch ihre beleuchteten Fenster beobachtet, nur um sich am Ende diejenigen auszusuchen, deren Leben er für immer beenden würde – spannend! Ich hatte ja keine Ahnung, was da auf mich zukam … Eine junge Frau wird ermordet und die Leiche ist wie eine Installation auf der Dachterrasse eines Penthouses drapiert. Kommissar Johannes Kleinert ist fasziniert von der Detailverliebtheit des Mörders und stürzt sich gemeinsam mit seinem Partner Victor Exner in die Ermittlungen. Damit lässt er sich auf ein gefährliches Spiel um Macht, Kontrolle und absolute Überlegenheit ein und gefährdet damit nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das Leben der Menschen, die er liebt. Als Leserin verfiel ich in einen regelrechten Rausch und konnte die Seiten gar nicht schnell genug "umblättern". Spätestens nach der Hälfte des Buches setzte meine Atmung komplett aus und ich erwischte mich dabei, dass ich meine Lampe etwas heller stellte, die Kerzen ausblies und in die dunkle Ecke meines Zimmers starrte – warum? Ich hatte tatsächlich das Gefühl, dass ich beobachtet werde – ja, an dieser Stelle kann man mich entweder tatsächlich für verrückt halten oder „Menschenkino“ zur Hand nehmen und es selbst erleben! Dieser Roman hat alles was ein Thriller benötigt: Spannung, ausgearbeitete Charaktere, überraschende Wendungen, unterhaltsame, aber knappe Dialoge, kurze Kapitel, schnelle Szenenwechsel, knappe Sprache (wenig Schachtelsätze), Tempo und ein fulminantes Finale. Der Autor schafft es, eine spektakuläre fiktive Welt zu schaffen, die dennoch glaubwürdig ist, wodurch sich die Bedrohung der Figuren völlig auf mich übertragen hat.

Menschenkino: Thriller
Menschenkino: Thrillerby Constantin C. TiefCreateSpace Independent Publishing Platform