
»Ihre Worte waren wie ein warmer Schal an einem kalten Tag, (...) er musste sich darin einhüllen«
Der Thriller ist spannend erzählt und lässt sich sehr gut lesen – man kommt mühelos durch die Kapitel und möchte wissen, wie es weitergeht. Besonders der atmosphärische Schreibstil sorgt dafür, dass man schnell in die Geschichte hineingezogen wird. Im Mittelpunkt steht Emily, die in einer schwierigen und orientierungslosen Phase ihres Lebens steckt. Sie hat das Gefühl, noch keinen Platz in der Welt gefunden zu haben, und ergreift dankbar die Chance, durch ein überraschendes Jobangebot neu anzufangen. Man merkt, wie verzweifelt sie ist und wie sehr sie sich wünscht, im Leben voran zu kommen und auch dass das Verhältnis zu ihren Adoptiveltern nicht gerade ideal ist, gleichzeitig wirkt sie aber stellenweise zu naiv. Oft geht sie zu naiv an die Sache ran und hinterfragt oft nicht, obwohl die Situation es eigentlich erfordern würde. Gerade diese Gutgläubigkeit hat mich manchmal etwas gestört. Die eigentliche Handlung entwickelt sich dennoch spannend. Auch wenn man relativ früh ahnt, was es mit dem Job sowie mit Nina und Amelia wirklich auf sich hat, bleibt die Geschichte packend. Man fiebert mit, wie Emily nach und nach hinter die Fassade blickt, auch wenn sie dafür für meinen Geschmack etwas lange gebraucht hat. Das Ende wiederum ist überzeugend gelungen und bietet einen runden Abschluss. Für Leserinnen und Leser, die noch keine ähnlichen Thriller kennen, hält die Geschichte sicher einige überraschende Momente bereit. Aber auch erfahrene Thriller-Fans werden gut unterhalten.
















