Naja. (Paar kleine Spoiler mit dabei!)
Ich bin hin- und hergerissen. Das Buch ist … okay. Zwischendurch ganz gut, auch mal spannend, interessante Wesen. Sie kommen aber leider zu kurz! Dann wiederum an anderen Stellen unlogisch, zu religiös für meinen Geschmack, zu einfach im Plot, aber hochtrabende Wörter beim Schreiben benutzt. Das gibt keine Tiefe, das wirkt aufgesetzt. Wichtige Szenen zum Ende hin kommen viel zu kurz, während der erste Teil des Buches, also gut bis über die Hälfte, sich sehr zieht und nicht viel passiert. Slow-Burn ist ja schön und gut, aber es darf halt auch nicht langweilen. Manche Dinge geschehen unnötig und umsonst, wie das mit dem Turul. Und das mehrmalige Hinreisen durch Schnee und Eis? Musste das sein und das Buch füllen? Andere sind wiederholend, wie die Fehde zwischen Évike und Katalin. Alle paar Seiten wird das betont, wie schlimm das alles war. Doch plötzlich ist alles vorbei, alles gut, alte Wunden geheilt und Harmonie pur? Erst hasst man sich und dann ist alles so leicht vergessen? Virag opferte Évike und plötzlich ist sie doch eine gute Mutterfigur? Man liest weiter, den Epilog, und denkt sich: Trotzdem kein wirkliches Happy End für die Hauptfiguren? Also wirklich! Das Buch war sehr durcheinander. Die Autorin scheint sich nicht festlegen zu können. Alle möglichen Religionen, Fehden, Vorurteile, Wesen und Charaktere wurden zusammengeworfen. Ich konnte auch mit der/ den Hauptfigur(en) nicht warm werden. Auch diese eine ständige Kontroverse und oft als sehr impulsiv und fast schon kindlich frech dargestellt, oder unentschlossen und unsicher. Ich mag das nicht! Évike ist eine erwachsene Frau, soll eine Heldin sein, der Versuch scheitert aber. Es kommt nicht wirklich gut an bei mir als Leserin. Sie wird zeitweise in ihren Antworten als hysterisch dargestellt. Sie wird im Buch nicht ernst genommen und ich kann es auch nicht. Fazit: Komisches Buch, mit einigen guten Versuchen, aber alles in allem nicht empfehlenswert. Zu durcheinander. Würde ich nicht nochmal lesen.















