6. Juni
Lockere Slice of Life, die zum Nachdenken anregt 😌
Rating:3★

Lockere Slice of Life, die zum Nachdenken anregt 😌

Dieses Buch ist der perfekte Beweis dafĂŒr, dass man sich gelegentlich zunĂ€chst austauschen muss, bevor man sich eine Meinung bildet. Denn nachdem ich das Buch abgeschlossen hatte, war ich zunĂ€chst der felsenfesten Überzeugung, noch nie etwas langweiligeres gelesen zu haben – zugegebenermaßen ist diese Aussage etwas ĂŒbertrieben, aber in dem Moment hatte es sich so angefĂŒhlt. Die Hauptfigur war fĂŒr mich kaum zu greifen, die Jobs, denen sie nachging, bestenfalls belanglos. Ich hatte das GefĂŒhl, mich regelrecht zum Lesen zwingen zu mĂŒssen. Doch dann kam der Buchclub, den ich zu Beginn des Jahres mit meinen Freundinnen gegrĂŒndet hatte, und drehte meine Sicht auf den Roman um hundertachtzig Grad. RĂŒckblickend machte es mir mit einem Mal richtig Spaß, mich mit der Geschichte zu befassen. Zu hören, was meine Freundinnen ĂŒber die Figuren dachten und so doch endlich das Wesen der Protagonistin greifen zu können. Auch die Jobs, die mir beim Lesen nicht sonderlich spannend vorgekommen waren, entwickelten im GesprĂ€ch ihren ganz eigenen Charakter und plötzlich wurde wild darĂŒber diskutiert, welchen dieser man am liebsten las und welchen man vielleicht selbst gerne ausprobieren wĂŒrde. Dies ist auch einer der Punkte, der mir schon am Lesen selbst gefallen hat. Denn, obwohl die Jobs selbst mich ursprĂŒnglich nicht sonderlich interessiert hatten, mochte ich die Tatsache, ĂŒber sie irgendwie in fĂŒnf verschiedene LebensrealitĂ€ten hineinschnuppern zu können. Auch hat mir bereits beim Lesen gut gefallen, wie sehr sich unsere Protagonistin in ihre Jobs investiert hat. Und das obwohl ich aufgrund vorheriger Burnout-Erfahrungen empfohlen wurde, eben dies nicht zu tun. Es war ein bisschen, als könnte sie gar nicht anders und so fesselte selbst ein augenscheinlich anspruchsloser Job, wie das AufhĂ€ngen von Postern oder das Schreiben von Werbeanzeigen ihr Engagement. Und so abstrus dies auch klingt, so sehr glaube ich, dass sich doch viele Menschen in genau diesem Verhalten wiedererkennen können. Trotz meiner anfĂ€nglichen Skepsis kann ich diese Geschichte somit doch guten Gewissens empfehlen. Vor allem, wenn man Lust auf eine Portion slice of life hat, die ganz entspannt vor sich hin plĂ€tschert und einem im Nachhinein doch sehr zum Nachdenken anregt.

There's No Such Thing as an Easy Job: Kikuko Tsumura
There's No Such Thing as an Easy Job: Kikuko Tsumuraby Kikuko TsumuraBloomsbury Publishing
26. Apr.
Rating:3★

Langsame Unterhaltung mit kleinen Specials

Ich persönlich erlebte dieses Buch als lockere Lesestunden fĂŒr zwischendurch. Man begleitet die Protagonistin durch ihre einfachen, langatmigen, aber manchmal auch seltsamen Arbeitsalltage. Ich persönlich hĂ€tte mir mehr SurrealitĂ€t gewĂŒnscht und hin und wieder etwas mehr Aufregung. Nachdem ich recherchiert habe, scheint aber genau dieser Aspekt, Ziel der Autorin zu sein: unaufgeregte Unterhaltung ohne grosse Überraschungen. Gerade in einer Zeit der Schnelllebigkeit und des stĂ€ndigen Unterhaltenwerdens wirkt diese ruhige und langsame ErzĂ€hlweise wie ein bewusster Gegenpol. Was ich wiederum sehr interessant finde. Trotzdem muss ich sagen, dass ich dieses Buch nicht weiter empfehlen wĂŒrde.

There's No Such Thing as an Easy Job: Kikuko Tsumura
There's No Such Thing as an Easy Job: Kikuko Tsumuraby Kikuko TsumuraBloomsbury Publishing
26. MĂ€rz
Rating:3★

Nicht sicher, wie ich es finde

Das Buch ist in 5 Kapitel unterteilt. Jedes Kapitel findet auf einer neuem Arbeitsstelle statt. Diese sind alle irgendwie merkwĂŒrdig und nicht wirklich zu erklĂ€ren. Dennoch hat es mich unterhalten, dass ich fertig lesen wollte. Schreib - bzw. ErzĂ€hlweise ist der typisch japanische Stil, eher unemotional manchmal weiter weg.

There's No Such Thing as an Easy Job: Kikuko Tsumura
There's No Such Thing as an Easy Job: Kikuko Tsumuraby Kikuko TsumuraBloomsbury Publishing
21. Feb.
Rating:3.5★

Ein Buch ĂŒber Kapitalismus und wie er uns zermĂŒrbt. Ich mag japanische Literatur und wusste daher, dass der ErzĂ€hlstil nicht im engeren Sinne spannend werden wĂŒrde. Es sind die persönlichen Geschichten der Figuren,in die man eintauchen muss. Außerdem das durchaus surreale Element der Jobs. Es hatte LĂ€ngen, aber das letzte Kapitel wurde dann richtig interessant, eine kleine Detektivstory. In Rezensionen der englischen Ausgabe (2020, in Japan erschien das Buch bereits 2015) fand ich noch einige Themen, die mir beim Lesen nicht sofort auffielen. Zum Beispiel ein subtiler Feminismus, wenn die Chefs zwar immer MĂ€nner sind, aber es demgegenĂŒber SolidaritĂ€t unter Frauen gibt. Auch das Thema psychische Probleme durch Arbeit tauchte, abgesehen von der Protagonistin, immer wieder auf.

There's No Such Thing as an Easy Job: Kikuko Tsumura
There's No Such Thing as an Easy Job: Kikuko Tsumuraby Kikuko TsumuraBloomsbury Publishing
3. Jan.
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Rating:2★

Mit großen Erwartungen habe ich zu diesem Roman gegriffen. Der Klappentext versprach eine humorvolle, vielleicht sogar skurrile LektĂŒre, die den Arbeitsalltag auf unterhaltsame Weise beleuchtet. Genau darauf hatte ich mich gefreut, Witz, feine Ironie und Figuren, in denen man sich mit einem Augenzwinkern wiedererkennen kann. Leider wurde diese Erwartung in keiner Weise erfĂŒllt. Statt eines lebendigen Romans entfaltet sich eine Aneinanderreihung von Arbeitsgeschichten, die ĂŒber weite Strecken ĂŒberraschend monoton wirkt. Die einzelnen Episoden scheinen lose nebeneinander zu stehen, ohne sich zu einem spannenden Ganzen zu verbinden. FĂŒr mich war das Lesen diesen Romanes sehr ermĂŒdend. Der angekĂŒndigte Humor blieb fĂŒr mich nahezu vollstĂ€ndig aus. Statt zu schmunzeln oder ĂŒberrascht zu werden, ertappte ich mich immer wieder dabei, wie meine Aufmerksamkeit abschweifte. Die Arbeitswelt wird zwar detailliert beschrieben, doch diese Genauigkeit ersetzt keine Spannung und keine emotionale Bindung zu den Figuren. An manchen Stellen fragte ich mich, ob das Problem vielleicht bei mir liegt. Möglicherweise erschließt sich dieser Roman erst auf einer anderen, intellektuelleren Ebene, die ich nicht vollstĂ€ndig erfassen konnte.

There's No Such Thing as an Easy Job: Kikuko Tsumura
There's No Such Thing as an Easy Job: Kikuko Tsumuraby Kikuko TsumuraBloomsbury Publishing
7. Dez.
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Rating:3★

Das Offensichtlichste zuerst: Der Titel sticht nur so ins Auge. Ich habe Ă€hnliche Vibes wie in »Geht so« von Beatriz Serrano (sehr empfehlenswert!) erwartet, allerdings habe ich schnell gemerkt, dass ausgerechnet der Titel in die Irre fĂŒhrt und war in dieser Hinsicht etwas enttĂ€uscht. Leider war es auch so, dass ich den Roman zur (fĂŒr mich) falschen Zeit gelesen und mich etwas damit gequĂ€lt habe. Dem gegenĂŒber hat mich aber Kikuko Tsumuras angenehmer, sanfter, auch sehr leiser Schreibstil die Aussage des Romans sehr schnell und einfach fassen lassen. Und dabei geht es definitiv nicht um Yakisoba. Vielmehr begleitet man die namenlose ErzĂ€hlerin auf der Suche nach ihrer Selbstverwirklichung und ErfĂŒllung. »There's no such thing as an easy job« heißt der Roman im Englischen und trifft damit den Nagel 100 % auf den Kopf. WĂ€hrend sich die ErzĂ€hlerin in verschiedenen Jobs ausprobiert, geschehen allerhand seltsame, mysteriöse und auch etwas skurrile Dinge. Jedes Detail war dabei gewichtig: Mittagspausen, Kolleg:innen, Mahlzeiten, SchauplĂ€tze und (banale) Aufgaben haben ineinander gegriffen und ein Bild erzeugt, das mich neugierig gemacht hat. Denn in der Einfachheit der Jobs haben sich plötzlich Geschehnisse, ZufĂ€lle, Sekten, Geister, verschwundene LĂ€den gefunden... und ich habe nur gestaunt, in welche Richtung Kikuko Tsumura die Geschichte gelenkt hat. Jeder Job hatte seine Eigenheiten und war auf einmal gar nicht mehr so banal. Diesen Twist mochte ich sehr - auch die Tatsache, dass die einzelnen Kapitel keinem Schema folgten und damit nicht vorhersehbar waren. Letztendlich betrachte ich den Roman aber neutral, weil er mir zu nĂŒchtern war. Gleichzeitig denke ich, dass gerade diese Kombination aus NĂŒchternheit und diesem Hauch Unbekannten, dem Unerwarteten und diesem unaufgeregten Überraschungsmoment Wiedererkennungswert hat und dem/der ein oder anderen gut gefallen wird.

There's No Such Thing as an Easy Job: Kikuko Tsumura
There's No Such Thing as an Easy Job: Kikuko Tsumuraby Kikuko TsumuraBloomsbury Publishing
20. Nov.
Rating:4★

Wenige Erwartungen gehabt und tatsĂ€chlich positiv ĂŒberrascht worden!

Ich bin hier wirklich mit sehr wenig Erwartungen ran gegangen und hatte ehrlich gesagt auch nicht sooo viel Lust, weil ich in einer kleinen Flaute war. Aber tatsĂ€chlich hat’s mich echt gut unterhalten! Jede dieser Job-Geschichten ist irgendwie bizarr und es hat mir ganz leichte „geht so“-Vibes gegeben.

There's No Such Thing as an Easy Job: Kikuko Tsumura
There's No Such Thing as an Easy Job: Kikuko Tsumuraby Kikuko TsumuraBloomsbury Publishing
17. Nov.
Rating:2★

Keine Ahnung was ich erwartet habe
 aber


Ich hab es abgebrochen. Ich glaube auch nicht, dass ich es jemals noch zu Ende lesen werde. FĂŒr mich eine Aneinanderreihung von langweiligen Geschichten ĂŒber die Arbeit und BanalitĂ€ten. Vielleicht habe ich den Sinn nicht erfasst oder so, aber ist einfach nicht meins. Wer es feiert darf das aber natĂŒrlich gerne tun (erklĂ€rt mir dann aber bitte warum, es gibt noch keine Rezensionen hier dazu đŸ’đŸŒâ€â™€ïžđŸ˜…)

There's No Such Thing as an Easy Job: Kikuko Tsumura
There's No Such Thing as an Easy Job: Kikuko Tsumuraby Kikuko TsumuraBloomsbury Publishing
12. Sept.
Rating:3★

This was a truly... neutral read for me. I felt nothing from the spectrum of very positive OR negative emotions while reading this book. It was pleasant, but it lacked a bigger picture. Definitely can't live up to the comparisons that were drawn (Murakami, Moshfegh, Murata). In German we would say: nett. Therefore it gets the most neutral rating: 2.5 ⭐

There's No Such Thing as an Easy Job: Kikuko Tsumura
There's No Such Thing as an Easy Job: Kikuko Tsumuraby Kikuko TsumuraBloomsbury Publishing