My mother is a bird.
Dies ist ein ganz besonderes Buch über die Bewältigung von Depression und Suizid in einer amerikanisch / taiwanesischen Familie. Wir begleiten die 16jährige Leigh, die uns ihre Geschichte in der ersten Person schildert. Ihre Mutter, ursprünglich aus Taiwan, leidet unter Depression und hat jeden Kontakt zu ihre Ursprungsfamilie abgebrochen. Leigh hatte nie Kontakt zu ihren Grosseltern dort, es wird nicht über sie gesprochen. Als die Mutter schliesslich Suizid begeht, beginnt Leigh einen roten Vogel zu sehen und glaubt in ihm ihre verstorbene Mutter zu erkennen. Der Vogel scheint sie in ihre bisher verborgene, taiwanesische Familiengeschichte führen zu wollen. Dies Buch erzählt voller Farben von der taiwanesischen Kultur und einer ganz anderen Art, mit Leben und Tod umzugehen. Leigh wird mitten hinein geworfen und droht sich mehr und mehr im Ungekannten zu verlieren. Ihre Wahrnehmung führt durch die Fremdheit, Verlorenheit und versteckte Schuldgefühle immer wieder zu Überwältigungen, die auch ihre Wahrnehmung immer mehr ins surreale abgleiten lässt. Mit viel Einfühlungsvermögen beschreibt Emily X.R. Pan hier sowohl den frühen Abschied zur Mutter durch Suizid, als auch den Spagat zwischen verschiedenen Kulturen. Der Roman wird der YA Literatur zugeordnet, bringt aber eine weite Tiefe mit, die in diesem Genre nicht so oft zu finden ist und nach meiner Ansicht eine gewisse Reife erfordert. Leider ist dieses Juwel bisher nicht ins Deutsche übersetzt, lässt sich aber auch recht gut im originalen Englisch lesen. Eine grosse Empfehlung






