
Bis wir uns wieder begegnen
Eine berührende Liebesgeschichte über Mut, Hoffnung und den Kampf gegen Vorurteile im Texas der 1950er Jahre. Texas 1959: Ihren Traum, als Ärztin zu arbeiten, musste die resolute Dr. Lucy Armstrong aufgeben. Denn für selbstständige Frauen haben ihre Nachbarn nur Misstrauen und Verachtung übrig. Seitdem lebt sie zurückgezogen auf einer abgelegenen Farm und kümmert sich um Tiere in Not. Doch als der Junge Pete, der mit seinem brutalen und kaltherzigen Vater zu kämpfen hat, einen verletzten Wolfshund zu Lucy bringt, beginnt zwischen den beiden eine Freundschaft, die ihre Einsamkeit vertreibt. Unterdessen erregen Calvin und Justin Bell den Unmut der braven Bürger des Dorfes: Gerade zugezogen, sind sie dem Hass der weißen Südstaatler auf die Schwarzen schutzlos ausgeliefert. Nie hätten sie gedacht, dass sie am Rande dieser feindseligen Gemeinschaft eine Zuflucht finden würden. Dann begegnet Calvin Lucy und entgegen aller Hindernisse verlieben sie sich ineinander. Mit dem Mut der Verzweiflung kämpfen Lucy, Calvin, Pete und Justin für eine gemeinsame Zukunft, nicht ahnend, dass ihnen die schwerste Prüfung noch bevorsteht. Dies ist mein erstes Buch der Autorin und definitiv nicht mein letztes. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und die Sprecherin Elke Schützhold hat da ganz hervorragend Arbeit geleistet. Die Geschichte hat mich emotional sehr berührt. Das Thema Apartheid (Trennung) beziehungsweise Rassismus ist immer noch ein Thema was aktuell ist. Die Autorin schreibt sehr gefühlvoll über das Thema und nimmt dich in die Zeit mit, wo in der USA "Rassentrennung" noch per Gesetz verankert ist. (Diese wurden erst im Jahr 1965/1966 vom Obersten Gerichtshof aufgehoben. Ab da konnten Afroamerikaner "Weiße" als Partner heiraten.) In diesem Buch geht es um die Freundschaft zwischen zwei Jungen und einer Liebesbeziehung zwischen einer Frau und einem Mann beide Paare sind unterschiedlich in der Rasse und beides ist verboten in dieser Zeit. Die Autorin versteht es die Geschichte bildhaft vor dem Auge entstehen zu lassen, man kann gar nicht anders, als mit den Charakteren mitzuleiden. Die Geschichte beinhaltet Ängste, Zweifel, Hoffnung, Mut, Gewaltmissbrauch, Schmerz, Hass, Liebe, Tragik, Vertrauen, Freundschaft und Leid. Die Geschichte ist spannend, bewegend, emotional und bildhaft. Die Charaktere sind glaubhaft und sehr gut ausgearbeitet. Man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen. Die Geschichte wird aus verschiedenen Zeitetappen und Perspektiven erzählt. Eine Aussage von Calvin hat mich tief berührt und die Worte sind so wahr. "Das meiste im Leben kommt von außen, innerlich kann man wirklich stark sein, deswegen muss man zeigen, wie tapfer man schlechte Zeiten erträgt und sich ihnen stellt, mit ihnen umgeht und was man daraus macht. " (Der Satz passt auf so vielen verschiedenen Lebenslagen, finde ich.) Diese Tiefe, die Dialoge über das Leben und die herzzerreißende Geschichte über Leben und Liebe in dieser Zeit und in diesem Buch haben mich wie bereits sehr berührt. Ich kann euch nur empfehlen es selbst zu lesen. Mich wird dieses Buch noch lange Zeit geistlich begleiten, es regt unglaublich zum Nachdenken an.




